Erst vor wenigen Wochen wurde in praktisch allen einschlägigen Medien die Nachricht verbreitet – auch wir haben berichtet – dass gegen Ende des heurigen Jahres die IPv4-Internetadressen vollständig vergeben sein werden. Neuesten Prognosen zufolge dürfte diese Einschätzung zu optimistisch ausgefallen sein. Schenkt man dem Unternehmen Hurricane Electric glauben, gibt es nur noch rund 40 Mio. IPv4-Adressen, welche bereits in wenigen Tagen vergeben sein sollen. iNetCore geht sogar noch weiter und will jetzt schon alle IPv4-Adressen der IANA aufgebraucht wissen.

Jetzt wird es notwendig sein, dass die regionalen Adressverwalter und Internetprovider den Umstieg auf IPv6 rasch durchbringen. Viele Firmen sind aber laut Netzwerkspezialist Cisco noch träge und würden sich bei der Umstellung noch Zeit lassen. Dabei würde der rechtzeitige Umstieg den Unternehmen Geld sparen.

Einige Firmen begründen den späten Umstieg mit Sicherheitsbedenken beim IPv6- Standard. Hier gehen aber die Expertenmeinungen komplett auseinander. Die Befürworter verweisen z.B. auf die riesigen Adressbereiche, die es Angreifern sehr schwer machen wird das beabsichtigte Ziel zu finden. Die Gegner führen dagegen die hohe Zahl der entdeckten Sicherheitsprobleme bei der Implementierung (z.B. mögliche Übermittlung von Nutzerdaten) ins Feld.

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2 comments

    • Hallo Marco! Eine IP-Adresse wird Geräten zugewiesen, welche an das Netz angebunden sind und macht die Geräte so adressierbar und damit erreichbar. Wenn theoretisch keine neuen Adressen mehr verfügbar wären, könnten sich keine neuen Geräte mit dem Internet verbinden. Soweit wird es aber mit Sicherheit nicht kommen.