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Wenn man Investoren von Microsoft fragt, was sie sich im Moment am meisten wünschen, wäre dies wahrscheinlich das Verschwinden von Gründer Bill Gates. Microsoft hat seinen langjährigen CEO Steve Ballmer nach einigen großen Fehlentscheidungen nun endgültig entlassen und auch schon feierlich verabschiedet. Da es aber noch keinen Nachfolger für Ballmer gibt, wird die Schlinge um das Unternehmen immer enger und enger. Man ist der Meinung, dass Bill die Entscheidung über einen neue CEO so stark beeinflussen könnte, dass das Unternehmen noch sehr lange nach einem geeigneten Bewerber suchen wird. Die Großinvestoren wollen Bill nun komplett aus dem Verwaltungsrat drängen, um Entscheidungen leichter fällen zu können.

Fall eines Giganten
Wenn man dies genauer betrachtet, wäre dies die gleiche Situation wie damals bei Steve Jobs, als ihm das Unternehmen weggenommen worden ist. So groß ist der Schritt bei Bill Gates nicht, dennoch ist man der Meinung, dass der ehemalige Firmengründer der Firma nur schadet und nicht etwas Gutes tut. Warum die Investoren dieser Meinung sind, ist nicht gänzlich geklärt. Es könnte aber durchaus negative Auswirkungen auf den Markt haben, wenn Gates nicht mehr im Vorstand sitzt. Vielleicht wäre dies der erste Sargnagel für den größten Softwarekonzern.

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8 comments

  • "Stellen Sie sich vor, wir hätten in Deutschland einen jungen Unternehmer, der siebzig Milliarden schwer ist. Der wäre vorsorglich in Untersuchungshaft, bis geklärt wäre, wie so was in einem anständigen Staat passieren konnte." Lothar Späth, Vorstandschef der Jenoptik AG [http://www.ingenieur.de/Arbeit-Beruf/Management/In-Deutschland-kaeme-Bill-Gates-vorsorglich-in-Untersuchungshaft]
  • Wenn sie das schaffen um 'Entscheidungen besser fällen zu können', dann ist Microsoft am Ende. Wirklich. Bill Gates wirkt auf mich in dieser News als die letzte Instanz, die Ahnung hat und wirklich jemanden aussucht, der es drauf hat. Nicht so wie die 'Investoren'... Die wissen nix. Wir wissen alle was damals bei Apple geschehen ist. Wenn Microsoft so weiter macht, liegen sie genau so am Boden... Dann jedoch gibt es keinen Bill Gates mehr, der das Unternehmen retten könnte.
  • Weil das was ihr "Investoren" nennt Aktionäre sind, Anteilseigner. Heuschrecken, die Herzattacke bekommen wenn sie mal 1c verlieren. Typen die von der Welt keine Ahnung haben, die einfach nur das Geld aus dem Unternehmen pressen wollen. Zwar geht es Microsoft super, aber den Aktionären reicht Super eben nicht. Alles was Verlust, möglichen Verlust oder nur potentiellen möglichen Verlust verursacht muss verschwinden. Und wenn das Unternehmen daran zugrunde geht - Völlig egal, Hauptsache die Aktionäre konnten noch eben einen satten Gewinn für sich rausschlagen. So läuft das immer. Und Apple ist das anschaulichste, historische Beispiel dafür. Und wenn Cookie nicht aufpasst wiederholt sich die Geschichte jetzt sogar nochmal.