Obwohl ein Mac grundlegend viel Sicherheit bietet, sind doch ein paar Feineinstellungen nötig, um sorglos allen Internet-Aktivitäten nachgehen zu können.

Firewall aktivieren

Mac OS X 10.6 bietet eine Standard-Firewall, welche programmabhängig arbeitet und so die eingehenden Daten kontrolliert. Diese Firewall wird jedoch bei der Systeminstallation nicht automatisch aktiviert – das muss der Nutzer selbst erledigen. Erhält der Mac die Internetverbindung über ein DSL-Modem muss die Firewall in den Systemeinstellungen unter „Sicherheit“ beim Reiter „Firewall“ aktiviert werden. Für zusätzlichen Schutz kann bei den „Weiteren Optionen“ (Abbildung) der Tarnmodus eingeschalten werden. Noch einen besseren Schutz würde ein DSL-Router mit integrierter Firewall bieten.

Keine Bilder in E-Mails

Es ist leider so, dass in vielen Werbemails kleine Bilder vorhanden sind, die beim Öffnen dem Absender eine aktive E-Mail-Adresse signalisieren. Diese Daten werden gesammelt und verkauft. In der Folge kommen immer mehr Werbemails, welche natürlich lästig sind.

Bei Apple Mail kann man das aber verhindern, indem in den Einstellungen von Mail unter „Darstellung“ die Option „Nicht lokal gesicherte Bilder in HTML-E-Mails anzeigen“ ausgeschalten wird.

In Safari keine Benutzerdaten speichern

Natürlich ist es bequem, wenn Safari oder Firefox die Daten vom z.B. Ebay-Account speichert. Was soll zu Hause den schon passieren? Benutzerkennwort brauche ich ja auch nicht. Es stimmt sicher, dass zu Hause relativ wenig passieren kann. Schließlich hat man vertrauen zu seinen Familienmitgliedern. Gefährlich wird die Sache allerdings dann, wenn das Notebook oder sogar der Stand-PC gestohlen wird. Plötzlich sind alle Daten für den „neuen Besitzer“ sichtbar.

Sollten in einer Firma mehrere Personen an einem Mac arbeiten, ist die Deaktivierung der Speicherung der Benutzerdaten ein Muss!

Um dies zu bewerkstelligen geht man im Safari unter „Einstellungen“ auf „Automatisch ausfüllen“. Dort entfernt man das Häkchen bei „Benutzernamen und Kennwörter“ und „andere Formulare“ – fertig!

Sollten schon Daten vorhanden sein klickt man jeweils auf den Butten „Alles entfernen“. Dann schließt man Safari und startet ihn neu. Alle zuvor gespeicherten Daten sollten verschwunden sein.

Wer trotze auf den Komfort des Speicherns der Benutzerdaten nicht verzichten will, kann sich das Programm 1Password installieren. Dieses Programm speichert auf Wunsch die Benutzerdaten, die dann bei Bedarf durch ein Masterpasswort freigegebene werden. Man kann 1Password einen Monat lange gratis testen, dann kostet es $ 39,90. 1 Password gibt es übrigens auch fürs iPhone.

Virenschutz installieren?

Es wird viel diskutiert, ob ein Mac einen Virenschutz benötigt oder nicht. Generell gesehen ist die Gefahr momentan noch sehr gering sich mit einem Virus zu infizieren, da der Aufwand für Virenentwickler bei Unix-basierten Systemen recht groß ist. Doch die Anzahl der Mac-Besitzer steigt stark an und so ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis sie für Virenentwickler interessant werden.

Unser Standpunkt: Es gibt gute, kostenlose Virenschutzprogramme für den Mac – z.B. Clamxav oder Sophos – die sich nicht nur um eventuelle Viren, sondern auch um Phishing-Versuche kümmern. Es schadet nicht ihn zu installieren und hin und wieder den Mac überprüfen zu lassen. Sicher ist sicher!

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