Die Preisschlacht am österreichischen Mobilfunkmarkt tobt unvermindert weiter. Erst vor wenigen Monaten hat Orange die „Supernet-Tarife“ vorgestellt. Jetzt legt der drittgrößte Anbieter in Österreich nach und bringt ab Montag die neuen „All-in-Tarife“ (siehe Abbildung). Das Besondere an den Tarifen ist (außer den niedrigeren Preisen) der inkludierte kostenlose Kostenschutz. Das heißt, dass der Kunde kurz vor dem Aufbrauchen seiner Freieinheiten (60 Minuten telefonieren bzw. 20 SMS übrig) per SMS informiert wird. Orange setzt also als erste Anbieter in Österreich die vor kurzem von der Regierung beschlossenen und von der EU geforderten neuen Kundenschutz-Richtlinien um. Die anderen Anbieter werden nachziehen, denn für neu abgeschlossenen Verträge gilt die Regelung verbindlich ab dem neuen Jahr.

Unverständlich ist allerdings die Regelung, wonach Bestandskunden für das von Orange genannte „Schutzengelpaket“ nach dreimonatiger Gratisbenutzung 1,5 Euro pro Monat bezahlen dürfen. Somit haben Bestandskunden eindeutig das Nachsehen. Zudem wird dem Kunden nicht nur bei Orange der Tarifwechsel gerade leicht gemacht. Wahrscheinlich ist diese Vorgangsweise nicht die Beste, um Kunden an das Unternehmen zu binden. Interessant wird, wie die anderen Anbieter die neue EU-Regelung zum Kundenschutz umsetzen.

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