Foxconn Apple Produktion iPhone iPad Macbook

Vor wenigen Tagen haben wir darüber berichtet, dass die Fair Labor Association (FLA) die Foxconn-Werke in China im Auftrage Apples untersucht hat – wohlgemerkt in unabhängiger Mission! Nun wurde das Ergebnis bekannt, das kein gutes Haar an Foxconn lässt.

Kritisiert werden vor allem das massive Überschreiten der Wochenarbeitszeit. In allen drei geprüften Betrieben sei die Obergrenze von 60 Stunden überschritten worden. Weiters stehen die Wohnverhältnisse der Arbeiter in der Kritik. Diese seien in vielen Fällen unmenschlich. Insgesamt wurden mehr als 50 Verstöße festgestellt.

Was ändert sich jetzt?

Zunächst wurde zwischen Foxconn und Apple vereinbart, dass die Wochenarbeitszeit (inkl. Überstunden) auf 49 begrenzt wird. Außerdem sollen die Unterbringungsmöglichkeiten stark verbessert werden. Vor allem diese beiden Kernpunkte der Überprüfung sollen auch regelmäßig von der FLA überprüft werden.

Was hat das für Folgen?

Eine logische Folgerung ist, dass auf Grund der verkürzten Arbeitszeit tausende neue Mitarbeiter seitens Foxconn eingestellt und neue Wohnanlagen gemietet oder gebaut werden müssen. Dies ist natürlich ein großer finanzieller Aufwand, der das Unternehmen eine Stange Geld kosten wird. Diese Kosten werden natürlich irgendwann auf die Auftraggeber und schlussendlich auf den Kunden abgewälzt werden. Auch wenn die Personalkosten im Elektronikbereich nur einen kleinen Teil der Produktionskosten ausmachen, könnten sich diverse Elektronikprodukte dennoch verteuern.

Eine weitere Möglichkeit wäre die Auslagerung gewisser Teile der Produktion in andere Länder. Foxconn hat auch Standorte in z.B. Thailand und Brasilien.

Fest steht: Es steht zwar momentan Apple massiv in der Kritik, lässt aber jetzt auch Taten folgen. Das heißt, dass andere Unternehmen auch unter Druck kommen werden. Denn Foxconn produziert unter anderem auch für Amazon, Dell, Hewlett-Packard, Nintendo, Samsung, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony und Toshiba.

Apple kann sich höhere Produktionskosten auf jeden Fall leisten. Ob das bei der Konkurrenz auch der Fall ist, wird man sehen.

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