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Teilweise nimmt der US-Präsidentschaftswahlkampf bizarre Auswüchse an. Manche von euch haben sicherlich schon mitbekommen, dass eine der schillerndsten Figuren dieses Wahlkampfes, Donald Trump, sich vor wenigen Tagen zu Aussage hinreißen hat lassen, dass „er Apple dazu bringen werde, ihre verdammten Computer und Dinge in diesem Land zu bauen und nicht in anderen Ländern.“ Damit will Trump zusätzliche Jobs für Amerikaner schaffen und wirft natürlich auch einen Blick auf die zusätzlichen Steuereinnahmen.

iPhone würde 50 US-Dollar mehr kosten
Der CEO von iFixit, Kyle Wiens, hat sich die Angelegenheit einmal angesehen und berechnet, welche Mehrkosten in Falle des iPhones auf die Kunden zukommen würden. Bei seinen Berechnungen ist er auf 50 US-Dollar gekommen, die im Wesentlichen durch die teureren Arbeitskräfte in den USA entstehen würden. Grundsätzlich sei es seiner Ansicht nach deshalb nicht unmöglich, alle Apple-Produkte in den USA zu fertigen, jedoch sei es fraglich, ob die Kundschaft auch bereits sei, die Mehrkosten zu tragen.

Das Ganze ist momentan natürlich nur ein Gedankenspiel, da es keine rechtliche Grundlage gibt, einem Unternehmen vorzuschreiben, im Heimatland zu produzieren. Außerdem wäre natürlich nicht nur Apple betroffen, sondern auch zahlreiche andere US-Unternehmen wie zB Amazon, Dell oder HP.

Würdet ihr 50 Euro mehr für ein iPhone „Made in USA“ bezahlen?

 

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6 comments

  • Fixit glaubt auch, dass ein iPhone vom Warenwert nur 300$ kostet, von daher... Also 50$ wäre ok, klar. Ist aber völlig unrealistisch. .... Kleines Beispiel aus dem Schuhhandwerk: Ein nach amerikanischen Kriterien qualitativer Stiefel made in Vietnam kostet 100$ Netto. Ein WIRKLICH qualitativer Stiefel mit vergleichbar beworbenen Eigenschaften made in Germany kostet 400$ Netto. - Das ist also ein Preisanstieg von 400% und nicht von 7% wie von Fixit erträumt (iPhone 6s 649$ Netto) .... Das Ganze kann man also vergessen.
  • Er sollte das mal probieren. Ein iPhone würde ca 10000 Euro kosten, wenn es in Amerika gebaut würde. In China wird man schon in der Schule auf Fließbandarbeit gedrillt. Da kann man locker in einem Monat schnell mal 100000-200000 neue Arbeiter anstellen. Um sie in 2-3 Monaten später wieder entlassen zu können. Und es ist ja nicht nur mit zusammenbauen getan. Man müsste Displays, Chips, Akkus, usw auch in Amerika produzieren lassen.
  • Wenn die Rohstoffe weiterhin unter schlechten Bedingungen abgebaut werden ist es, für mich, kein Mehrwert Made in US. Und von Made in AT werden wir nur träumen können. Und auch wenn ist das Thema Rohstoff und Recycling nicht geklärt.