In den US-amerikanischen Medien wird momentan sehr viel über die Problematik rund um iPhone- bzw. Smartphone-Diebstähle berichtet. Die Überschrift mag in diesem Zusammenhang zwar etwas übertrieben klingen, ist sie aber nicht. Speziell in der kalifornischen Metropole San Francisco hat man mit Smartphone-Diebstählen offensichtlich seine liebe Not. Hier gestaltet sich die Situation nämlich so, dass es bei der Hälfte aller Überfälle um ein Smartphone geht. Das hat zum einen den Grund, dass es in keiner Stadt der USA eine vergleichbare Handy-Dichte gibt, zum anderen, dass von diesen Smartphones rund die Hälfte iPhones sind. Auf Grund des hohen Preises des iDevices ist der Reiz für Diebe natürlich groß.

Interessant ist, dass es diese Spezialeinheiten in San Francisco nicht erst seit wenigen Wochen oder Monaten gibt, sondern bereits seit drei Jahren. Andere Großstädte, wie zB Washington D.C. und New York haben nachgezogen. Sie versuchen die kriminellen Netzwerke, die sich inzwischen rund um das iPhone gebildet haben, zu zerschlagen. Immerhin wird der Markt, der sich dadurch in den USA entwickelt hat, auf sagenhafte 30 Mrd. US-Dollar geschätzt.

Aber nicht nur die Diebe sind im Visier der Exekutive, sondern auch die Käufer, ohne die der Markt nicht funktionieren würde. Das Annehmen der Hehler-Ware ist nämlich genauso strafbar, wie der Diebstahl.

Um den Tätern das Handwerk legen zu können, werden inzwischen Köder-iPhones verwendet, die direkt von Apple stammen und von einem ehemaligen Apple Store-Mitarbeiter zum Verkauf angeboten werden. Via GPS-Tracking versucht man dann die Täter zu überführen.

Bei einigen Staatsanwälten ruft diese Vorgangsweise aber Kritik hervor, da sie der Meinung sind, dass Menschen hier dazu animiert werden, ein Verbrechen zu begehen. Die Polizei hingegen ist von ihrer Vorgangsweise überzeugt und gibt an, dass man schließlich etwas gegen die überhandnehmenden Diebstähle unternehmen müsse.

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