iPhone 5C gelb

Eine unglaubliche Geschichte hat sich in den letzen Tagen in China abgespielt und indirekt etwas mit Apple zutun. Laut eines Medienberichts hat ein chinesisches Ehepaar ihre eigene Tochter verkauft, um an Geld zu kommen. Das Kind wurde online für umgerechnet 4.000 bis 6.000 Euro angeboten. Mit dem Geld wollten die Eltern nicht ihr Leben finanzieren, sondern einen Luxusartikel, nämlich ein iPhone. Laut Anzeige hätte sie damit zwei iPhones bestellen wollen und dafür die eigene Tochter verkauft. Mittlerweile haben sich die Behörden eingeschalten und die Eltern wurden wegen Menschenhandels angeklagt.

Kein Einzelfall
Schon im letzten Jahr hat ein Mann für Aufsehen gesorgt, der eine Niere am Schwarzmarkt verkauft hat, um sich ein Apple-Produkt zu leisten. In China sind die Produkte rund um Apple sehr beliebt, immer noch ein großes Statussymbol und ein Zeichen von Macht. Dadurch greifen viele Chinesen zu teilweise absurden Mitteln, um sich das Geld für das begehrte Apple-Produkt zu beschaffen. In unseren Breitengraden wäre solch ein Verhalten nicht vorstellbar.

 

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11 comments

  • War vor 150 Jahren in Deutschland nicht anders. Ist in den meisten Ländern der Welt so, nicht nur Asien sondern auch Naher Osten, Afrika und Teile von Südamerika. Die Logik ist immer die gleiche: Neue Kinder kann man immer produzieren. Und wenn man sich ansieht, wie Eltern in Deutschland ihre Kinder behandeln, zu vier Vereinen und fünf Schulungen pro Woche zwingen damit die Kinder alles können was die Eltern nie konnten oder Eltern die kein Geld haben und sich lieber ein iPhone kaufen statt ihren Kindern vernünftig Kleidung, kann man auch nur von Verkaufen sprechen. Das heisst nicht, dass ich es gutheisse. Ich sage damit, dass dauernd Menschen verkauft werden. Auch in Deutschland. Hier nur subtiler.
    • Da magst du schon recht haben. Dennoch finde ich, dass dieses extreme Streben nach Erfolg und Reichtum im asiatischen Raum noch stärker ausgeprägt ist. Man sieht ja z.B. in Japan, wie Eltern bereits ihren ungeborenen Kindern Musik und Hörspiele in einer Fremdsprache vorspielen und sie - wenn sie dann geboren sind - von den ersten Lebensjahren an (über)fordern. Das finde ich einfach extrem. Klar gibt es auch in anderen Teilen dieser Welt solche Eltern und ich sage selbstverständlich auch nicht, dass der Großteil oder gar alle Asiaten so denken. Gehäuft kommt es in dieser Region aber vor, da bin ich mir sicher! Gesellschaftsnormen prägen eben die Menschen.
  • Ohne jetzt in Stereotypen sprechen zu wollen, aber ich denke schon, dass solche Sachen speziell in Asien des öfteren vorkommen. Ich denke, dass dies teilweise mit der Mentalität dort drüben zutun hat, die diese Gesellschaft prägt. Der Zwang in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Erfolge zu erreichen, das unendliche Streben nach mehr, welches ja schon in den frühen Schulstufen beginnt und meines Erachtens - vor allem im Erwachsenenalter - dann moralische Grundsätze rudimentär werden lässt. Es geht ja nicht nur um Menschen, die ihre Organe oder Kinder für Luxusgüter verkaufen, nur um nach außen hin Reichtum vorspiegeln zu können, quasi um dem Gesellschaftsbild vom strebsamen, erfolgreichen Arbeiter gerecht werden zu können (welches ja meistens mit - zumindest mäßigem Reichtum - einhergeht). Diese "Erfolgsgeilheit" wird ja sogar auf wirtschaftlich sinnfreie Güter, wie PC-Spiele ausgelegt. Ich habe nicht nur einmal gehört, dass in Asien ein Mensch vor dem PC verhungert ist, weil er durchgehend ein sog. MMORPG gespielt hat, in denen es bekanntlich darum geht, mit massiven Zeitaufwand möglichst viel Ausrüstung und/oder Erfolge zu "sammeln". Schon krank...
  • Ich habe beruflich mit Chinesen, Japanern in der Vergangenheit sehr viel Zeit verbracht. Es gab sehr herzliche Menschen, wiederum empfand ich, dass sie sehr extrem Material bzw. Statusorientiert sind. Bei uns in der Türkei oder Deutschland ist man sehr human finde ich. Bitte kein Aufschrei jetzt. Es sind subjektive Erfahrungswerte.
  • unvorstellbar... wertlose gegenstände wie eine niere oder ein kind die man ja gratis hat gegen sowas herrliches wie ein iphone einzutauschen versuchen! kranke welt... na sind wir froh das wir "noch" zu viel geld haben.