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Eine Facette reicher ist die Geschichte rund um das Ringen der iPhone-Daten des San Bernardino-Attentäters zwischen Apple und dem FBI. Wie die New York Times berichtet, diskutieren bei Apple derzeit iOS-Entwickler und Sicherheitsexperten darüber, wie sie im Falle einer Niederlage vor Gericht reagieren sollen. Dies hätte nämlich zur Folge, dass sie dem FBI eine spezielle iOS-Version zur Verfügung stellen müssten, damit die Daten des bereits angesprochenen iPhones entschlüsselt werden können.

Kündigungen stehen im Raum
Sollte dieser Fall eintreten, wird es für den FBI kein Leichtes sein, an die Daten zu kommen. Einige Entwickler wollen die Arbeit behindern, andere wiederum stellen sogar eine Kündigung in den Raum. Da Entwickler auf diesem Gebiet äußerst gefragt sind, dürfte es für sie kein großes Problem sein, einen neuen Job zu finden. Der Schuss könnte für Apple allerdings auch nach hinten losgehen, da dann zwar das mobile Betriebssystem geschützt wäre, dem Unternehmen aber die Entwickler fehlen würden.

Sollte Apple also am Dienstag dazu verdonnert werden, einen Hintertür für iOS zu schaffen, wird es spannend, wie die betroffenen Mitarbeiter und die Unternehmensführung reagieren werden. Dass das FBI die gewünschte iOS-Version dann zeitnah erhält, gilt unter diesen Umständen als wenig wahrscheinlich. Dessen wird sich auch das FBI bewusst sein. Vielmehr scheint das FBI gezielt einen Präzedenzfall schaffen zu wollen, um eine Grundsatzentscheidung in Sachen Datenschutz zu erreichen, die dann für alle Hersteller eines mobilen Betriebssystems gilt.

 

QUELLENew York Times
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Ein Kommentar

  • Eine Sache sollte man nicht vergessen, am Dienstag wird nur das erste Urteil gesprochen. Der Fall Microsoft gegen den Staat USA zieht sich seit zweieinhalb Jahren hin und liegt seit 09/2015 beim 2d Cir. ... Auf der anderen Seite ist es schön zu sehen, dass die Mitarbeiter das Ganze persönlich nehmen.