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Seit zwei Wochen haben wir das kleine iPad Pro mit 9,7-Zoll (128 GB, nur Wi-Fi) in unserem Besitz. Auch wir haben uns, so wie viele andere iPad-Besitzer auch die Frage gestellt, ob der höhere Preis gegenüber dem iPad Air 2 gerechtfertigt und der Unterschied zwischen den beiden Modelle wirklich so groß ist. Bevor wir zu unserem Fazit kommen, wollen wir dich ein wenig genauer auf die Sachlage eingehen.

Der Preis und die Speicherpolitik
Wie bereits angesprochen, spielt der Preis beim Kauf eines Gerätes immer eine große Rolle. Das iPad Air 2 ist in Österreich beispielsweise schon um 429 Euro (16 GB) zu haben. Die 64 GB-Variante kostet 100 Euro mehr. Für ein iPad Pro mit 9,7-Zoll müssen hingegen schon mindestens 679 Euro (32 GB) auf den Tisch gelegt werden – für die 128 GB-Variante schon fast schwindelerregende 859 Euro. Wir verstehen hier nicht, warum Apple nicht auch ein 64-GB-Modell für zB 769 Euro auf den Markt gebracht hat. Vielen würde die Kaufentscheidung dann sicherlich leichter fallen.

Das Display und die Lautsprecher
Hier hat Apple sicherlich eine Meisterleistung vollbracht. Es ist zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, wenn das Display ein paar Sekunden braucht, um sich dem Umgebungslicht anzupassen, aber nach einer gewissen Zeit will man diese Funktion nicht mehr missen. Am Abend auf der Couch bei schwachen Umgebungslicht wirken die warmen Farbtöne sehr angenehm. Im Freien, auf der Terrasse oder dem Balkon, wird die Farbtemperatur kälter, der Kontrast erhöht und somit auch die Lesbarkeit. Übrigens spiegelt das iPad Pro im Vergleich zu unserem iPad Air 2 wirklich deutlich weniger und auch die „Finger-Tapper“ fallen weniger auf.

Auch bei den Lautsprechern – das iPad Pro verfügt über vier – hat Apple sehr gute Arbeit geleistet. Die Bässe und Höhen werden übrigens wie beim großen Bruder getrennt betont. Dies bedeutet, dass die Bässe überwiegend von untern kommen – egal wie das iPad Pro gehalten wird.

Tastatur und Stift
Da es noch kein Smart Keyboard mit deutscher Tastatur gibt, können wir zur Funktion und Handhabung noch nichts sagen. Hingegen haben wir den Apple Pencil bestellt, der für Grafiker sicherlich sensationelle Möglichkeiten bietet, für den herkömmlichen iPad-Nutzer aber von untergeordneter Bedeutung sein dürfte.

Performance und Kamera
Zweifelsohne: Blitzschnell ist das iPad Pro mit seinem A9X-Prozessor. Dies fällt aber nur im direkten Vergleich mit dem iPad Air 2 auf und die Unterschiede sind unserer Ansicht nach minimal. Beispielsweise reagiert Touch ID etwas rascher und viele Apps öffnen sich ein wenig schneller. Hier ein YouTube-Video von „The Tech chap TV“ dazu:

Die Rück-Kamera ist mit ihren 12 MP nun gleich gut ausgestattet wie jene des iPhone 6S/Plus, ragt aber aus dem Gehäuse hervor, was unserer Ansicht nach eine Schutzhülle nötiger denn je macht, damit das iPad auch einmal flach auf dem Tisch aufliegen kann. Natürlich lassen sich jetzt auch Videos in 4K-Auflösung (inkl. Bildstabilisator) aufnehmen. Die Frontkamera bietet 5 MP-Auflsösung

Diese technischen Daten sind sicherlich beeindruckend, allerdings müssen wir in diesem Zusammenhang auch anmerken, dass wir bis jetzt mit dem iPad (auch den Vorgängermodellen) kaum Fotos gemacht, geschweige den Videos gedreht haben. Hier ist immer das iPhone unsere erste Wahl gewesen und wird es vermutlich auch bleiben.

Fazit
Es gibt keinen Zweifel, dass das iPad Pro mit 9,7-Zoll das beste iPad aller Zeiten ist. Vor allem das Display, die Lautsprecher und auch der Apple Pencil können überzeugen. Das größte Manko sind aber unserer Ansicht nach der hohe Preis und die fehlende 64 GB-Variante. Wer also auf das True Tone-Display, die sehr guten Lautsprecher und den Apple Pencil verzichten kann (und nicht immer das Neueste haben will/muss), wird auch mit dem iPad Air 2 noch lange Zeit glücklich sein. Anders ausgedrückt: Wer im Besitz eines iPad Air 2 ist, braucht unserer Ansicht nach nicht über einen Wechsel nachdenken.

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4 comments

  • Es kann nicht sein, das ein iPad 3, mit dem größten Speicher und Cellular, 900 Euro kostet und das iPad Pro 9,7 Zoll kostet in der gleichen Ausstattung 1200 Euro. Das was das Pro eigentlich ausmacht, ist die Tastatur und der Stift, die man zusätzlich kaufen müsste und bezahlen. Dann muss Apple sich nicht wundern, wenn sie anstatt 100 Millionen iPads pro Jahr, nur noch 20 Millionen verkaufen.
  • Ich finde nicht, dass da eine 64GB Version fehlt. Apple bietet wie immer, drei verschiedene Speicher an. Und die haben eigentlich null Unterschied zu allen anderen vorigen iPad-Generationen zu haben, wegen dem Speicher. Der Aufpreis vom Speicher ist lächerlich. Der Speicher kostet nicht so viel Aufpreis, wie Apple dafür verlangt. 100 Euro Aufpreis für einen höheren Speicher, wäre schon total überteuert. Und der Aufpreis für die Cellular Version ist genauso lächerlich. Die neu verbaute Technik ist kein Grund, um den Preis zu erhöhen. In jeder iPad Generation hat Apple neue Technik verbaut, dass was zu dem Zeitpunkt halt geht, was Apple verbauen will.