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Derzeit wird die Politik (noch) vom EU-Wahlkampf dominiert, weshalb der Streit innerhalb der Regierung um die sogenannte „Breitband-Milliarde“ ein wenig untergeht. Dabei wäre dieses Thema für den Wirtschaftsstandort Österreich durchaus wichtig.

Worum geht es?
Bei der Versteigerung der LTE-Frequenzen vergangenen Herbst haben die österreichischen Mobilfunkbetreiber insgesamt 2 Mrd. Euro berappen müssen. Für den Staat war dies ein schönes Körberlgeld, jedoch ächzen die Mobilfunkbetreiber unter dieser Last. Die Folge war, dass die Tarife inzwischen von vielen Vertretern der Branche bereits erhöht wurden, um den LTE-Ausbau auch finanzieren zu können. Dies geht aber auf Grund der angesprochenen finanziellen Belastung nicht so schnell vonstatten, wie geplant. Deshalb haben die Mobilfunker von der Regierung gefordert, den Ausbau zu unterstützen.
Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) hat deshalb schon im Jänner zugesagt, eine Milliarde der Einnahmen der Frequenzversteigerung wieder dem Netzausbau zugute kommen zu lassen – trotz angespannter Budget-Situation. Bis 2020 sollen die ÖsterreicherInnen flächendeckend mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde surfen können, was in ländlichen Regionen nur via LTE erreicht werden kann. Finanzminister Spindelegger (ÖVP) will das Geld aber derzeit nicht freigeben, weshalb der Druck seitens der Netzbetreiber, der Wirtschaft, aber auch des Präsidenten des Forums Mobilkommunikation (FMK) erhöht wird und vor Engpässen gewarnt wird: „Kommt die Förderung nicht, wird es zu Engpässen kommen“, so der Präsident (Rüdiger Köster).
Auch A1-Chef Hannes Ametsreiter gibt sich besorgt. Ohne Breitband-Milliarde ist „eine kostendeckende Versorgung auch langfristig nicht flächendeckend möglich. Für den Wirtschaftsstandort Österreich wäre das ein herber Rückschlag.“ Wir werden sehen, wie sich die Sache weiterentwickeln wird.

Wie schaut bei euch die derzeitige Internet-Versorgung aus?

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