A-Z_HoT

Nach der Übernahme von Orange durch „3“ sind die Preise für Handy-Tarife in Österreich teilweise drastisch gestiegen. Dies war auf den mangelnden Wettbewerb zurückzuführen, da nur mehr drei große Mobilfunkanbieter übrig waren. Zu Beginn des Jahres ist allerdings der Lebensmitteldiskonter Hofer mit „HoT“ als virtueller Mobilfunkanbieter ins Geschäft eingestiegen und bringt den Mobilfunkmarkt nun ordentlich in Bewegung.

Pikanter Weise ist der ehemalige Orange-Chef Michael Krammer (nun HoT-Chef) dafür verantwortlich, dass „HoT“ laut Schätzungen bereits über 200.000 Kunden hat. Dies hat die großen Anbieter nun dazu gezwungen zu reagieren. Bereits in den letzten Monaten hat A1 seine Billigschienen „Yesss“ und „Bob“ gegen den erfolgreichen Neueinsteiger in Stellung gebracht. T-Mobile hat seine Telering-Tarife angepasst und auch „3“ will sich nicht mehr so einfach die Kunden abjagen lassen und hat deshalb im Juli mit „eety“ einen eigenen Diskonter gestartet. Im Wesentlichen kopiert man damit das Angebot von „HoT“ und arbeitet beim Vertrieb mit dem Hofer-Konkurrenten Lidl zusammen.

Verschärfung des Wettbewerbs wird erwartet
Auch „Spusu“ zählt seit ca. 2 Monaten zu den neuen virtuellen Mobilfunkbetreibern und heizt jetzt den Wettbewerb mit einem neuen Billigtarif weiter an. Speziell auf den Schulstart ausgerichtet will man mit „spusu 4.000“ vor allem die junge Generation ansprechen. Dabei werden 400 Sprachminuten, 100 SMS und ein Datenvolumen von 3,5 GB (bis zu 42 Mbit/s) für 9,89 Euro pro Monat geboten. Interessant ist, dass – ähnlich wie bei „3“ – nicht verbrauchtes Datenvolumen nicht verfällt, sondern mitgenommen werden kann (bis zu 8 GB).

Zudem will auch noch der Internet-Provider Tele2 zeitnah in den Markt einsteigen und sorgt somit für weiteren Wettbewerb.

QUELLEDer Standard
TEILEN

3 comments