Schuld daran ist der bekannte Trojaner „DNSChanger“. Er hat das Ziel, Internetnutzer auf manipulierte Seiten umzuleiten, und sich so Passwörter zu verschaffen, oder sie mit Viren und Trojaner zu verseuchen. Die Betreiber der Server wurden vom FBI im vergangenen November in Estland aus dem Verkehr gezogen.

Nun ergibt sich das Problem, dass viele Benutzer nicht wissen, dass sie infiziert sind. Ihre Internetverbindung läuft aber über diese Server, weil der Trojaner  – der Name ist Programm – die DNS des Users verändert hat. Das FBI hat einige dieser Server laufen lassen, damit betroffene PCs gereinigt werden können und nicht auf einmal ohne Internet sind. Dies ist aber offensichtlich nur unzureichend passiert. Den laut dem deutschen Bundesamt für Sicherheit, sind von den ursprünglich 35.000 betroffenen Geräten immer noch 20.000 infiziert und kommunizieren mit diesen Servern. Für Österreich und die Schweiz sind leider keine Zahlen bekannt.

Am 9. Juli werden diese vom FBI aber stillgelegt. Somit werden einige tausend Benutzer schlagartig ohne Internetverbindung dasitzen. Genau da tritt Google auf den Plan. Der Internetriese versucht zu helfen, indem die Suchmaschine eine Warnung auf den betroffenen Geräten einblendet.

Es gibt auch eine Website, wo eine eventuelle Infizierung geprüft werden kann. Sollte dies der Fall sein gibt es für Windows und Mac OS X eigene Programme, welche den Trojaner entfernen. Achtung: Die DNS-Einstellungen von Router und PC müssen dann wieder geändert werden.

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