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Vor wenigen Tagen wurde das Ergebnis einer neuen Studie vom „Institute for Prospect Technological Studies“ veröffentlicht, welche im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurde. Dabei galt es festzustellen, ob Online-Piraterie negative Auswirkungen auf die Umsätze der Musikbranche hat. Das Resultat, bei dem das Surfverhalten von 16.000 Europäerinnen die Grundlage bildete, zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Im Gegenteil: Jene User, die an Musik interessiert sind, sehen illegale Downloads nicht als Ersatz für ordnungsgemäß gekaufte Musik. Sie würden neben dem vermehrten Besuch auf Piraterie-Seiten auch legale Seiten öfters besuchen. Zudem regen auch Streaming-Dienste wie zB Deezer oder Spotify dazu an, mehr in Online-Shops zu konsumieren. Ein interessanter Fakt der Studie ist auch, dass User, welche die gewünschte Musik illegal nicht finden können, diese auch nicht regulär kaufen würden. Somit entsteht auch hier der Musikindustrie kein Schaden.

Dieses doch eher überraschende Ergebnis bestätigen übrigens auch US-amerikanische Studien, welche in letzter Zeit durchgeführt wurden. Die Autoren der Studie wollen daraus keine Empfehlung an die Politik ableiten. Sie sind aber der Meinung, dass man die Piraterie in Bezug auf die Online-Musik nicht überbewerten dürfe.

Gerade vor zwei Wochen haben wir darüber berichtet, dass sich die österreichischen Grünen eine Internet- bzw. Breitbandabgabe in der Höhe von 4 Euro pro Monat vorstellen können, wodurch sämtliche nicht kommerzielle Downloads  legitimiert werden würden. Wir werden sehen, welchen Vorschlag die EU-Kommission nun auf Grund dieser Studie in Bezug auf illegale (Musik)Downloads vorlegen wird, da über diese Thematik ja bekanntlich schon länger diskutiert wird.

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