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Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass es nun nach langen Verhandlungen letzte Woche bezüglich dem Fall der Roaminggebühren innerhalb der EU zu einem Durchbruch gekommen ist – ab 2017 sollen diese nun Geschichte sein. Dies ist zwar sicherlich ein erfreuliches Ergebnis, jedoch hat es auch beim Thema Netzneutralität ein Verhandlungsergebnis gegeben, womit viele Beobachter nicht zufrieden sind.

Grundsätzlich bedeutet Netzneutralität, dass alle Daten im Internet gleichwertig behandelt werden. Im Beschluss von voriger Woche steht aber zu lesen, dass es zwar grundsätzlich dabei bleiben, es aber Ausnahmen geben soll. „Speziellen Diensten“ mit höherer Qualität soll demnach Vorrang eingeräumt werden, wenn es „notwendig“ ist. Kritiker, wie der Geschäftsführer des europäischen Dachverbands European Digital Rights (EDRi) Joe McNamee bemängeln, dass diese Formulierung zu schwammig ist und eigentlich fast alles bedeuten kann. Es wird befürchtet, dass damit Internetprovider aus finanziellen Interessen gewisse Datenpakete bzw. Dienste bevorzugen könnten.

Daher wird gefordert, dass noch genau festgelegt wird, was unter diese „speziellen Dienste“ fallen soll. Die Letztentscheidung hat das EU-Parlament und es bleibt zu hoffen, dass die Netzneutralität nicht zu Gunsten des Wegfalls der Roaminggebühren geopfert wird und es eine genaue Definition geben wird, welche Dienste Vorrang auf der Datenautobahn genießen dürfen.

 

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