Vor einer Woche hat die Amazon-Dokumentation der ARD ziemlich viele Wellen in der Medienbranche geschlagen. Wir haben uns diesen Fall nun etwas genauer angesehen und uns ein kleines Bild darüber gemacht. Laut Dokumentation werden speziell in der Weihnachtszeit viele Leiharbeiter und sehr schlechten Bedingungen in die Nähe der Verteilerzentralen von Amazon gekarrt, um dort den enormen logistischen Aufwand abzuarbeiten. Der Vorwand mit denen die Arbeiter nach Deutschland gelockt werden, ist leider nicht gerade gut und ist stark zu kritisieren. Die Aussicht eine fixe Arbeitsstelle zu bekommen, dann aber nach dem Weihnachtsgeschäft abgeschoben zu werden, ist nicht die feine Art.

Im Verhältnis hoher Lohn!
Einen Fakt darf man aber nicht von der Hand weisen. Arbeiter, die aus Rumänien oder anderen Ost-Block-Ländern kommen, verdienen in einem Monat bei Amazon so viel wie in einigen Monaten in der Heimat. Daher sehen viele ausländische Mitarbeiter den Job bei Amazon als notwendiges Übel, um Geld in die Heimat zu schaffen.

Alles wegen uns?
Auch wir selbst müssen uns etwas an der Nase fassen! Dienste wie Expressversand und die Gier nach schnellen Lieferzeiten verstärken die Situation in den Versandwerken von Amazon. Dennoch wird man in kurzer Zeit nicht viel ändern können, da Amazon weiterhin mit den schnellen Lieferungen viel Geld verdient.

Amazon wird prüfen
Nach der Reportage und den vielen negativen Berichterstattungen, wird Amazon sein System der Leiharbeiter nochmals überdenken und vielleicht auch ein bisschen verbessern. Wir hoffen, dass sich die Umstände in den Unterkünften und auch der Umgang mit den Mitarbeitern deutlich verbessert wird.

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5 comments

  • Am schlimmsten die Neonazibande als SECURITY. Unfassbar. HESS. Unglaublich. Ich wohne 40 km von Bad Hersfeld entfernt, die Gegend ist ohnehin schon ziemlich BRAUN angehaucht, und wenn ich dann dieses Pack sehe... was sollen die Leute aus Spanien usw. eigentlich denken? Die freuen sich, nen Job in D ergattert zu haben & sehen sich dann konfrontiert mit der SS.. Nie wieder amazon, soviel steht fest!
  • Die Prüfung ist ein Witz. Wisst ihr was da rauskommt? Frau Dr. von der Leyen tritt vor die Presse und sagt folgendes. "Wir haben die Arbeitsbedingungen bei Amazon intensiv überprüft. Diese sind im Einklang mit den Gesetzen zu Leiharbeit und Zeitverträgen wie sie von der Regierung unter Kanzler Schröder eingeführt und unter Angela Merkel mit Hilfe der CDU weiter intensiviert wurden. Für die Zukunft steht Amazon eine glorreiche Zukunft bevor, da unser Koalitionspartner FDP die Leiharbeit noch vor der Bundestagswahl ausweiten und die Gesetze zum Kündigungsschutz weiter lockern möchte." Sagt sie natürlich nicht, ist aber die Wahrheit. ^^ Die Schuld günstigen Produkten zu geben finde ich daher mehr als falsch, Amazon könnte sie auch so günstig bei Festverträgen anbieten. Doch warum mehr Geld ausgeben? Wachstum ist das Ziel (Steht in Deutschland sogar als Punkt 1 im Koalitionsvertrag), und wenn die Regierung Leiharbeit so fördert, warum nicht? (Heisst nicht, dass ich das persönlich unterstütze. Ich beschreibe nur den Gedankengang)
  • @andreas , das ist Kapitalismus , geh mal auf Deutsche Baustellen da bekommst Du ohne Subis keinen Auftrag mehr . Das interessiert aber niemanden weil es nicht in ist über den gemeinen Bauarbeiter zu berichten also blast nicht immer so die Backen auf.
  • Also das Beidpiel mit Verhältnismäßig 'hohem' Lohn ist einfach eine Frechheit. Für Deutsche Verhältnisse ist das unter aller Sau. Egal woher man kommt, es sollte san die Norm des Landes angepasst sein.