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Wir haben vor gut ein paar Tagen darüber berichtet, dass Apple vielleicht schon in den nächsten Jahren das Ziel verfolgt, seine eigenen Prozessoren herzustellen und eventuell auch für den Betrieb der Macbook Pros und iMacs zu verwenden. Grund dafür ist, dass Apple mit dem neuen A6 und A6X-Prozessor nun einen komplett neuen Schritt in eine Richtung unternimmt, den das Unternehmen bis jetzt noch nicht gewagt hat. Nun haben sich Experten gefragt, welche Gründe hinter dem möglichen Wechsel stehen können.

Der Preis!
Im Moment ist Intel der größte und mächtigste Hersteller von Prozessoren auf dieser Welt. Daher bestimmt Intel auch in einer gewissen Weise die Preise der Prozessoren. Zudem verlangt Intel eine Gebühr, die pro Mac verrechnet wird, da Intel-Prozessoren verbaut worden sind. Dies ist ein großer Kostenpunkt für Apple, der durch die ARM-Technologie deutlich reduziert werden könnte. Apple müsste ARM zwar die Kosten für die Produktion und die Entwicklung zahlen, dennoch würden keine Kosten für die weitere Verwendung anfallen.

Flexibel…
Apple hat bei Intel nur sehr wenig Einfluss darauf, welche Prozessoren von Intel gefertigt werden und welche Produkte auf den Markt kommen. Bei ARM hätte man sogar das Prozessor-Design selbst in der Hand und könnte die Struktur des Chips für jeden Anwendungsbedarf separat entwickeln. Als gutes Beispiel sehen die Experten das Macbook Pro Retina. Hier könnte Apple einen Chip mit deutlich mehr Grafikleistung erstellen lassen, um das Retina-Display „sauber“ ins Laufen zu bekommen. Für den Kunden wäre eine Umstellung eigentlich nur von Vorteil.

Lange Geschichte?
Dennoch sind sich viele Analysten der Meinung, dass dies Umstellung nicht von „heute auf morgen“ stattfinden wird. Apple muss seine Produkte nochmals anpassen und auch die Produktion und Entwicklung der Chips muss anlaufen, sowie bestehende Verträge auslaufen. Man rechnet also eher damit, dass die Umstellung noch „Jahre“ verschlingen wird und erst in ferner Zukunft spruchreif sein wird.

Was sagt ihr? ARM oder Intel?

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7 comments

  • Das würde bedeuten das Apple sich verschliessen würde und ein geschlossens Betriebsystem auf den Markt bringen würde, klar IOS ist geschlossen... aber das würde für viele Business User die virtuelle Machinen verwenden schwieriger... und ob ARM die gleiche Quali bringt wie Intel, naja :) wäre eher für Intel aber Apple könnte eine Fusions Ding raus bringen, Businesskunden mit intel und die Lifestyle line mit ARM... Das Mac Pro könnte wirklich ein Update vertragen.
  • Inwiefern könnten ARM Prozessoren denn die Grafikleistung verbessern? Die Leistung der internen Grafiklösung des I5, also der HD4000, ist doch im Vergleich zur GT650m verschwindend gering und ich kann man kaum vorstellen dass da ARM Prozessoren deutlich mehr Leistung bringen.
  • Intel. Denn auf diesen Prozessoren laufen alle Anwendungen die man benötigt. Auch Windows Anwendungen, welche z.B. für Webentwickler wichtig sind um Browser zu testen. Ausserdem finde ich es grundsätzlich nicht gut, dass Apple sich immer mehr vom Rest der IT-Welt abkapseln will.
  • Würde bedeuten: kein Windows mehr auf dem Mac. Die ARM-Version schluckt ja nur die MS-Apps und ist einzeln nicht erwerbbar. Ich habe allerdings keine Ahnung, wieviele Mac-Nutzer nebenbei Windows mitlaufen lassen bzw. es auch nutzen ... Ich weiß nur, dass zu meiner Zeit, als ich noch Macs benutzt habe, das größte Problem war, dass es einfach zuviele Programme für den Mac nicht gab. Man mußte immer zu Notlösungen greifen ... Keine Ahnung, inwieweit sich die Situation am Programme-Markt verbessert hat.
    • Ich habe momentan leider durch mein Studium keine Zeit ernsthaft Fachzeitschriften der IT-Welt zu lesen, aber ich dachte in letzter Zeit mal gehört zu haben, dass Win8 ARM-Prozessoren unterstützt?! Somit wäre das "Kein-Windows" Problem ja wohl vom Tisch! :p