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Wir haben schon öfters von Cortana, dem Sprachassistenten von Microsoft, berichtet und finden die Umsetzung und die Spracherkennung wirklich nicht schlecht. Nun hat Microsoft bekannt gegeben, dass genau dieser Assistent unter iOS und Android erscheinen wird, um den hauseigenen Sprachassistenten etwas Feuer unter dem Hintern zu machen. Noch in diesem Sommer will man ein umfangreiches Update für die beiden Betriebssysteme auf den Markt bringen und somit einen unabhängigen Sprachassistenten anbieten. Das Unternehmen möchte damit den Kunden auf anderen Geräten zeigen, dass Microsoft auch gute Apps und Software anbietet und man vielleicht aus diesem Grund umsteigen möchte.

Natürlich ist der Wunsch nach „Umsteigern“ sehr groß bei Microsoft und man versucht nun mit allen Mitteln die Kunden auf anderen Betriebssystemen zu erreichen. Ob der Sprachassistent ausschlaggebend für den Umstieg auf Windows ist, wagen wir aber weiterhin zu bezweifeln. Fakt ist, dass Microsoft seine Suchmaschine BING damit weiter ins Licht rückt und somit auch versucht den Marktanteil von Google weiter zu dezimieren. Es wird interessant, wie der Sprachassistent von Microsoft bei den iOS-Kunden ankommt.

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3 comments

  • Wenn er funktioniert und gut ist. Warum nicht. Klar ist es blöd wenn man das markenrigene system deaktiviert um ein fremdsystem am gerät zu nutzen. Die frage ist nur wie viele leute wirklich einen sprachasistebten nutzen würden. Ich brauche ihn nicht zwingend. Würde ihn dann aber gerne testen.
  • Wen ich das richtig verstanden habe, soll der Assistent direkt mit der gesamten Microsoft-Technologie zusammenarbeiten. Also Xbox, VR, Windows, etc. pp. Microsoft bringt also auf die Konkurrenzsysteme das, wofür man für Apple's beschnittenen Käfig das Dreifache zahlt und was bei Android bisher nur ein schöner Wunschtraum bleibt. Und da Microsoft in das "Kachel-Universum" offenbar äußerst viel Zeit und Mühe investiert, wird Cotana wohl so zuverlässig wie der Rest der Apps funktionieren und die Kunden werden sich fragen, warum Microsoft etwas unter iOS und Android schafft, was die hauseigenen Hersteller anscheinend nicht hinbekommen. Und wohl dann auch die Windows Phone genauer ins Auge fassen. Die auf noch extrem günstig sind. Das wäre echte Ironie, was? Genau so erging es nämlich Anfang der 1990 Jahre Microsoft, als Apple mit QuickTime unter Windows bewies, was das System leisten konnte, wenn die Software stimmt. Heute ist es umgekehrt, Microsoft zeigt Apple, was die Geräte und das Netzwerk leisten könnten, wenn man gewillt wäre, auch in die Softwareentwicklung zu investieren. Ja, ich weiss, in einem Apple-Medium stehe ich mit dieser Ansicht unter Dauerbeschuss. ;-)