apple-music

Die Kritik an Apple Music geht in die zweite Runde und nun wehren sich nicht nur Studios aus Großbritannien, sondern auch Studios aus Deutschland. Besonders kleine Studios seien von den Verträgen mit Apple sehr stark betroffen und man kann die 3 Monate „Probezeit“, die von Apple angeboten wird, kaum stemmen. Der Grund dafür sind die massiven Einbußen, die man bei solch einem Geschäftsmodell erwartet und dass die digitalen Downloads eigentlich gegen 0 tendieren werden. Aus diesem Grund sieht der deutsche Musikverband (VUT) für viele Musiker dieses Geschäftsmodell sogar als existenzgefährdend an und rät von einer Nutzung ab.

Der Verband der unabhängigen Musikunternehmen ist in Deutschland für rund 30 Prozent der veröffentlichten Musik verantwortlich und man kann davon ausgehen, dass deutsche Musik bei Apple Music am Anfang sicherlich etwas Seltenes sein wird. Die großen Musiklabels können diese Probezeit von Apple dagegen gut verkraften und man ist der Meinung, dass die nachkommenden Einnahmen deutlich stärker sein werden als die Einnahmen durch die Download-Wirtschaft. Fakt ist, dass Apple die Musikindustrie nun komplett umkrempelt und jetzt abgewartet werden muss, welche Veränderungen es dadurch gibt.

QUELLEVUT
TEILEN

3 comments

  • Meine Gedanken zu diesem Thema, in Stichworten! Künstler gehören bezahlt, Plattenfirmen haben früher so viel verdient, so gut wie keine sonstigen Ausgaben für Plattenfirmen, habe Internetradio (TuneIn, Mit Aufnahme), Spotify (Kostenlos), vor ca. zehn Jahren die letzte CD gekauft, Apple versucht einen brauchbaren Dienst für €9,90 mtl. auf die Beine zu stellen, dann ist das für die Plattenfirmen eine Chance von mir wieder Geld zu bekommen!
  • ich bin selbst aktiver Musiker... sehe die Entwicklung dadurch mit lachendem und weinendem Auge entgegen... man wird diese Entwicklung jedoch nicht stoppen können... deshalb gilt es das positive zu sehen und die Möglichkeiten die sich durch Musikstreaming usw. ergeben als Chance zu sehen, einen direkteren und schnellen Weg zum Hörer/Fan/Kunden zu finden. Wenn Labels so klein sind dass sie eine 3 Monatige Probezeit nicht überstehen, sind sie finanziell ohnehin recht schlecht aufgestellt... traurig, aber wahrscheinlich sind einzelne Kollateralschäden nicht vermeidbar... letztlich geht es darum Musik zu einem breiten Publikum zu bringen und die Zukunft von Künstlern zu sichern... möglicherweise hat das alte System von Label und Plattenfirma ja irgendwann einfach ausgedient...