McConnell walks to speak to reporters after the weekly Republican party caucus luncheon at the U.S. Capitol in Washington

Viele US-Konzerne parken bekanntlich einen großen Teil ihrer Gewinne steuerschonend im Ausland. Seit Jahren ist dies gängige Praxis und der US-Regierung ein Dorn im Auge. Alleine Apple hortet angeblich 55 Mrd. US-Dollar im Ausland, bei Microsoft sind es offenbar 76 Mrd. und bei General Electric überhaupt 110 Mrd. US-Dollar. Gesetzt den Fall, diese Firmen würden ihr Vermögen in die Heimat transferieren, wären 35 Prozent steuern fällig. Dies kommt natürlich nicht in Frage, weshalb die Unternehmen seit Jahren intensives Lobbying im US-Senat betreiben, um die Politiker von einer befristeten Steuerermäßigung („Tax Holiday“) zu überzeugen. Dadurch müssten die Konzerne einen Bruchteil der ansonsten fälligen Steuern bezahlen.
Die derzeit angespannte Finanzlage der USA bietet den Firmen momentan eine gute Verhandlungsposition und wie Reuters berichtet, zeigen sich führende Demokraten und Republikaner im Senat durchaus angetan von diesem Plan. Es scheint sich langsam die Überzeugung durchzusetzen, dass man ansonsten von diesem Geld überhaupt nichts sehen wird. Auf der anderen Seite würden einige Firmen die im Ausland erwirtschafteten Gewinne in der Heimat gut brauchen können. Zuletzt hat eBay 9 Mrd. US-Dollar nach Hause transferiert (und über 3 Mrd. an Steuern bezahlt), weil man auf dem US-Markt zusätzliche finanzielle Flexibilität benötigte.

Es hat übrigens im Jahre 2004 schon eine solche „Aktion“ gegeben, wo nach Hause geholte Gewinne mit lediglich 5,25 Prozent besteuert wurden. Sollten die oben genannten Zahlen stimmen und der Prozentsatz von 2004 verwendet werden, wären das immerhin knapp 13 Mrd. US-Dollar, die die US-Regierung einstreifen könnte.

 

QUELLEReuters
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