In unserem Nachbarland wird momentan im Bundestag darüber diskutiert, ob der Streitwert bei Abmahnungen bezüglich des Urheberrechts bei einfachen Verstößen auf 1.000 Euro fixiert werden soll. Zudem sollen die Anwaltskosten pauschal 155,30 Euro betragen.

Diese Diskussion schmeckt vielen Künstlern verständlicher Weise gar nicht und haben deshalb eine Initiative ins Leben gerufen, um für ein „starkes Urheberrecht und seine verlässliche Durchsetzung“ zu kämpfen. Um die Forderungen zu unterstreichen ist man auch vergangenen Mittwoch unter dem Slogan „Don’t fuck with music“ in Berlin auf die Straße gegangen. Außerdem wurde im Vorfeld ein Brief mit den Positionen der Initiative inkl. iPod-Klon an alle Bundestagsabgeordneten versendet.

Dirk Wilberg, seinerseits Sprecher der Initiative, fordert die Politiker zusätzlich dazu auf, stärker gegen Filhoster und Filesharer aufzutreten. Eine Verteidigung gegen Verstöße würde durch eine Begrenzung des Streitwerts und der Anwaltskosten erschwert werden.

„Wer vom Musikkopieren finanziell profitiere, müsse die Musiker und ihre Partner am Gewinn beteiligen“, so das Manifest.

Wir werden auf jeden Fall weiter beobachten, ob sich Protest eine Wirkung erzielt hat und wie sich die Situation weiterentwickelt.

TEILEN

2 comments

  • Google (youtube) und co. sollen ENDLICH für Musik bezahlen, und nicht MILLIARDEN kostenlos an Gewinn einstreifen, DARUM gehts ausserdem: http://www.musikergilde.at/de/Zeitung/1-Cent-fuer-mehr-als-10-Stunden-Musik/aktuell.html
  • Das muss man sich mal vorstellen: Musiker die ALLE Rechte an die Verwerter abgetreten haben und NICHTS mehr entscheiden dürfen sondern NUR NOCH über die GEMA bezahlt werden, argumentieren für ein starkes Urheberrecht damit die Musikverwerter und ihre Anwälte ganz viel Geld machen können. Ist das schizophren oder nur ein Stockholm-Syndrom?