Wie wir schon in den letzten Tagen berichtet haben, ist der Prozess rund um die Abwerbung von Mitarbeitern zwischen Apple, Google und Intel gestartet. Nun ist ein sehr brisantes Detail ans Tageslicht gekommen, welches kein gutes Licht auf den ehemaligen CEO Steve Jobs wirft. Angeblich soll Jobs mit einer Patentklage in Richtung Palm gedroht haben, sollte der Konzern nicht die Abwerbung von Mitarbeitern stoppen. Dieser Fakt ging aus einem internen Dokument zwischen Steve Jobs und Edward Colligan (ehemaliger Palm-Chef) hervor.

Sollten sich die Behauptungen tatsächlich bewahrheiten, dürfte eine empfindliche Strafe auf Apple und auch die anderen Unternehmen zukommen. Die Praktiken die Jobs angewandt hat, werden jetzt schon als „illegal“ eingestuft und bringen Tim Cook natürlich in Bedrängnis, da dieser sicherlich von den Machenschaften wusste. Welche Konsequenzen Tim Cook zu erwarten hat, muss abgewartet werden.

Was sagt ihr? Normales Business oder schon illegal?

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9 comments

  • Solche (zumindest zeitlich begrenzten) Konkurrenzklauseln sind bei uns in Dienstverträgen Gang und Gebe. Ob sich jemand daran hält ist wieder eine andere Sache. Interessant aber dass so etwas in den USA illegal ist.
  • mal ganz offen: Steve Jobs war kein Heiliger!!! Er hat Alles und Jeden zu seinem/Apples Vorteil ausgenutzt! Er war ein Visionär der gute Produkte kreierte bzw produzierte. Aber das war's auch schon! Auf menschlicher Ebene beruflich sowie privat war er eine Niete!
  • wenn palm wirklich patente verletzt hat ist es eh noch ein gutes angebot gewesen sie nicht gleich zu verklagen, wird schon nen grund gehabt haben dass palm da mitspielt ^^ ich find das ganze halb so schlimm..
    • Das heißt also aus deiner Sicht hat Apple sowieso immer recht? Muss wohl wenn du aus der Drohung einer Klage gleich Fakten machst. Und 'noch ein gutes Angebot'... Statt Erpressung haettest du wahrscheinlich direkt Schutzgeld verlangt, was?
      • erpressung sieht für mich anders aus, das ist für mich einfach ein deal.. egal obs da um apple geht oder nicht, selbst zwischen samsung und htc oder wem auch immer würd ich es als halb so schlimm bezeichnen. ich finde das ist einfach das businnes, und je größer das businnes desto "schlimmer" wird es, aber illegal ist das für mich nicht. ich würde es fast schon als mündlichen vertrag bezeichnen den beide firmen eingehen: "wir werben uns gegenseitig keine mitarbeiter ab, dafür verklag ich dich nicht wegen verletzten patenten" in der politik passieren sachen die eindeutig illegaler sind als das ^^
      • Ich wäre mir an deiner Stelle nicht so sicher, ob der Tatbestand der Erpressung (zumindest nach unserem Recht) idF zweifellos erfüllt wäre! Ich habs gerade nicht auswendig im Kopf und es ist schon zu spät zum Nachschlagen, aber wenn mich nicht alles täuscht versteht man unter einer "gefährlichen Drohung", welche der § 144 StGB voraussetzt, im wirtschaftlichen Sinne nur eine Drohung, welche zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz führen könnte. Ob dies im o.g. Fall vorliegt wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Ggf. könnte ein Anwalt sogar versuchen, den Beschuldigten mittels Abs 2 des § 144 StGB rauszuboxen. Schließlich wies Jobs nur darauf hin, dass eine Patentklage von Seiten Apples möglich wäre. Vorrausgesetzt Apple hatte wirklich eine Rechtsgrundlage für eine legitime Klage, wäre m.E. ein Strafausschluss iSd § 144 Abs 2 leg cit durchaus denkbar. Ich denke, dass hier eher andere Tatbestände ins Spiel kommen würden. Es gibt ja schließlich auch Gesetze, die Absprachen zwischen Konzernen unterbinden oder zumindest beschränken. Aber wie gesagt, da ein derartiger Fall nach amerik. Recht abgewickelt werden würde, spielen diese Denkansätze sowieso keine Rolle! ;-)
  • Hm, der Hinweis auf asymmetrische finanzielle Ausstattungen soll strafbar sein? Die Email ist doch recht harmlos. Sie beschreibt lediglich, welchen schlechten Griff BenQ gemacht und dass die Ausstattung mit diesen rechten keine gute Grundlage für einen Patentkrieg darstellen. Der Hinweis von Steve, dass sie das stoppen müssen mit der Abwerberei ist doch verständlich. Ob das alles illegal ist, sei eine Sache, was ich komisch finde ist, dass Steve sich hier schriftlich fixiert und auch noch eine Kopie an sich gesendet hat. Solche Sachen bespricht man am Telefon, wenn überhaupt, besser persönlich. Interessant zu lesen, dass Steve Fehler gemacht hat. Den Managementfehler, solche Dinge schriftlich zu fixieren. Eigentlich darf einem Mann dieser Größe so etwas nicht passieren und doch ... zeigt es (welches Glück) Steve war auch nur ein Mensch. Ob das Apple jetzt Geld kostet ist eine ganz andere Sache. (An die Red.: Wenn Euch der Link nicht passt, löscht ihn einfach. ist OK, aber ich finde die Email gut ;-)