Tim Cook Apple CEO

Gestern haben wir darüber berichtet, dass sich Tim Cook am kommenden Dienstag gegenüber dem Senat zur Steuerpolitik von Apple rechtfertigen wird müssen. Im Vorfeld dessen, hat Apples CEO auch erwähnt, dass man dabei ist, über 100 Mio. US-Dollar im eigenen Land zu investieren. Im Vergleich zu den Milliarden, die man sich über die Steuerschlupflöcher spart, ist das natürlich gering. Dennoch gilt es als Signal, dass auch im eigenen Land investiert wird.

Mac-Produktupdate kommt aus den USA!
Außerdem tauchten auch einige neue Details zu den Plänen auf, die Apple in den USA verfolgt. Demnach werden die 100 Mio. US-Dollar in Komponenten investiert, die aus den Bundesstaaten Arizona, Florida, Illinois, Kentucky und Texas kommen sollen. Diese sollen dann in ein Produktupdate eines bereits bestehenden Macs einfließen. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um den Mac mini handeln.

Tim Cook fordert Steuerreform!
Auch in diesem Punkt scheint Tim Cook vorbereitend für die Befragung zu arbeiten. Er will nämlich am Dienstag dem US-Senat seine Ideen zu einer „dramatischen Vereinfachung“ von Unternehmenssteuern unterbreiten, sagte er gegenüber der Washington Post. Im Wesentlichen geht es darum, dass Tim Cook eine Steuerreform in Bezug auf die Rückführung von Auslandsgewinnen vorschlägt. Momentan werden Gelder, die in die USA rückgeführt werden, mit 35 Prozent versteuert.  Er fordere nicht 0 Prozent, aber der Steuersatz müsse angemessen sein, so Cook – Zitat:

“If you look at it today, to repatriate cash to the U.S., you need to pay 35 percent of that cash. And that is a very high number,” Cook said in an interview Thursday. “We are not proposing that it be zero. I know many of our peers believe that. But I don’t view that. But I think it has to be reasonable.”

Wir werden sehen, ob der US-Senat auf diesen Vorschlag eingehen wird.

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Ein Kommentar

  • Da die Amerikaner zum großen Teil Calvinsiten sind (außer natürlich sie muessen für den kostenlosen Zahnarzt in der Schlange stehen weil ein Banker ihr Haus geklaut hat, dann werden sie wieder normal) gibt es sicher eine Menge Amerikaner die Cook zustimmen, die sagen "Angemessen ist, wenn wir steuern aus der Portokasse Zahlen koennen. Ansonsten ist es einfach unwirtschaftlich Gewinne in die USA zu bringen." Ich habe ja die Hoffnung, dass die Amerikaner wenigstens genug Boden unter den Füßen spueren, dass sie auf den BWL-Aktionärs-Quatsch nicht eingehen.