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Kreative Ideen bezüglich einer Erweiterung der Rundfunkgebühren (GIS) in Österreich kommen momentan vom ORF Finanzdirektor Richard Grasl. Er spricht sich dafür aus, dass diese auf Computer und Tablets ausgeweitet wird. Bereits bei den Koalitionsverhandlungen nach der Wahl, soll dieser Punkt im Rahmen einer Reform des ORF-Gesetzes zur Sprache gebracht werden. Zitat:

„Bei der künftigen Finanzierung des ORF ist für uns die Gebührenrefundierung prioritär, also, dass dem ORF ersetzt wird, was ihm durch die Gebührenbefreiung sozial schwacher Haushalte entgeht“, so Grasl im „Kurier“. „Das Zweite ist, dass teilweise werbliche Beschränkungen im Digitalbereich den ORF hemmen und deshalb fallen sollen. Und dann geht es darum, dass die Haushalte, die öffentlich-rechtliche Inhalte über Geräte, die keine TV-Geräte sind, konsumieren – also Computer, Tablets, Uhren und was sonst noch kommt – dass auch hier bezahlt werden muss.“

Grundsätzlich geht es darum, nicht eine zusätzliche Gebühr für Tablets und PCs zu schaffen, sondern diese Geräte in das Gebührensystem aufzunehmen. Jene, die bereits Gebühren bezahlen, wären davon also nicht betroffen. Grasl betont in einer zweiten Stellungnahme, dass es derzeit noch keine derartigen Pläne gibt, sondern es seine Aussagen als Hinweis sieht, „dass immer mehr Haushalte über andere Plattformen fernsehen als über das TV-Gerät“. Ob die nächste Regierung diese Gedanken bei den Koalitionsverhandlungen berücksichtigt, bleibt abzuwarten.

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