T-Mobile preise ändern

Vergangenen Donnerstag hat T-Mobile-Chef Bierwirth in einer Pressekonferenz aufhorchen lassen, als es um den zu T-Mobile gehörenden Billig-Anbieter tele.ring ging. Demnach soll tele.ring einer Schlankheitskur unterzogen werden und zur „SIM-Only-Company“ werden.

Wie kommt es dazu?
In seinen Ausführungen beklagt der T-Mobile-Chef den zunehmenden Preiskampf unter den Mobilfunkbetreibern und den dadurch entstehenden Kostendruck. Aber auch die eingeführte 60-Euro-Grenze beim Datenroaming und die generell gesenkten Roaming-Gebühren setzen dem Unternehmen zu.  Im abgelaufenen Jahr musste T-Mobile deshalb einen Umsatzrückgang von 5 Prozent hinnehmen und auch der Gewinn vor Steuern sank um 7,5 Prozent auf 234 Mio. Euro. Der Durchschnittsumsatz pro Kunde ist von 18 auf 16 Euro gesunken. Wobei hier zu beachten ist, dass pro Prepaid-Kunde nur 4 Euro Umsatz generiert werden konnte, hingegen bei Vertragskunden 24 Euro.

Da viele Prepaid-Kunden von tele.ring kommen und somit für wenig Umsatz sorgen, soll hier auch eingespart und die Strategie geändert werden. Laut Bierwirth wird von den 30 tele.ring-Shops nur eine Handvoll übrig bleiben. Zudem wird man sich auf SIM-Only-Angebote konzentrieren, was bedeutet, dass zB Gratis-Handys und Zwei-Jahres-Verträge der Geschichte angehören werden. Mit dieser Vorgangsweise sollen die beiden Unternehmen stärker voneinander abgegrenzt werden. T-Mobile soll somit vorwiegend den „Premium-Sektor“ mit Vertrags- und Geschäftskunden abdecken, tele.ring hingegen im Billigsegment angesiedelt sein. Mit dieser Vorgansweise erhofft sich T-Mobile für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung zu erreichen.

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