Mit dieser Aussage hat der zweitgrößte Mobilfunkanbieter Österreichs in der Branche doch ein wenig aufhorchen lassen. Offenbar sieht das Unternehmen im LTE-Standard bei Smartphones momentan noch kein gewinnbringendes Geschäft. Somit ist A1 derzeit der einzige Anbieter, der ein LTE-Handy, nämlich das HTC Velocity 4G, im Portfolio hat. Eventuell schreckt auch der Preis von 50 Euro für das LTE-Paket bei T-Mobile ab. Die Konkurrenz bewegt sich da allerdings auf demselben Niveau bzw. ist sogar teurer. Es muss aber auch dazu gesagt werden, dass die Auswahl an LTE-Handys derzeit noch enden wollend ist.

Bei LTE in Österreich ist somit vorerst im Prinzip nur die Nutzung via Datenstick realistisch. Aber auch hier steht in Österreich nur die 2,6 GHz-Frequenz zur Verfügung. Diese ermöglicht eine Abdeckung der städtischen Gebiete. So betreibt auch T-Mobile derzeit in Wien, Linz, Graz und Innsbruck ein LTE-Netz und erreicht damit ca. 600.000 Einwohner. Es wird auch weiter ausgebaut und bis Ende 2013 will man rund ein Viertel der Bevölkerung erreichen.

Dennoch fehlt für eine weitflächige Abdeckung der, vor allem ländlichen Gebiete, die 800 MHz-Frequenz, welche dies ermöglichen würde. Sie wird aber voraussichtlich erst im Herbst des heurigen Jahres zur Versteigerung freigegeben. Zuerst muss laut RTR der Orange-Drei-Deal über die Bühne gehen. Gerade aber im ländlichen Raum wäre Bedarf an schnellem Internet gegeben, da hier die Versorgung mit ADSL bzw. VDSL teilweise noch stark rückständig ist. Der urbane Raum ist meist gut versorgt, deshalb wird hier das Interesse an LTE nicht so stark sein.

Bis sich LTE in Österreich durchsetzen wird, wird es also noch ein paar Jahre dauern. Denn es fehlt nicht nur an den angebotenen Geräten, sondern auch am Netzausbau und den leistbaren Angeboten der Mobilfunkbetreiber.

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