Eine sehr interessante Geschichte ist in diesen Tagen aufgetaucht, die ein sehr positives Licht auf den verstorbenen Apple CEO Steve Jobs werfen. Wie bekannt geworden ist, hat ein ehemaliger Apple Mitarbeiter eine sehr große Bitte an den ehemaligen CEO von Apple gestellt. Laut Erzählungen hatte der Apple Mitarbeiter David Gelphman eine Freundin, welche unter Leberzirrhose litt und nur noch wenige Tage zu leben hatte. Gelphman bat daher Steve Jobs, der technikinteressierten Freundin noch vor der offiziellen Vorstellung des ersten iPads, ihr das Gerät zu zeigen und ihr somit eine letzte Freude zu bereiten (siehe Mail):

Hi,
Today (Tuesday) I’m visiting a terminally ill friend in the hospital in San Francisco. I’ve been told that she will likely not survive until this Friday. She had a liver transplant in late February and we all had high hopes but unfortunately she has not recovered.
Apple has given me carry permission for the [REDACTED] software for the iPad and I take Apple’s security very seriously. I was hoping to get permission from you to show her photos on the iPad even though it is not due to be released until April 3rd. Under normal circumstances I would not make such a request, nor would I expect that such a request might possibly be granted.
Thank you for considering this request.
David Gelphman

Dies Mail richtete sich direkt an Steve Jobs, da kein Manager dem ehemaligen Mitarbeiter erlaubt hätte, das iPad noch vor der Veröffentlichung einer außenstehenden Person zu zeigen. Steve Jobs kommentierte die E-Mail innerhalb von drei Minuten mit einem einzigen Wort – „OK“. Dies zeigt in unseren Augen, wie viel Herz Steve Jobs hatte und welches Risiko er mit damit einging. Wir finden dies eine große Geste.

Leider konnte die Freundin diese Geste nicht mehr entgegennehmen, da sie bereits im Koma lag. Nichts desto trotz zeigt es wie herzlich Steve Jobs war.

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6 comments

  • ich finde Aufwertung von steve jobs` Antwort etwas übertrieben. Ein "MENSCH" zeigt Emotionen in solchen Situation. Für mich ist diese Geschichte eher das Beispiel dafür, dass Jobs ein kalter Mensch war und nicht viel mehr.
    • Übertrieben vielleicht, ja, da stimme ich zu! Aber warum zeigt dir das, dass S. Jobs ein "kalter" Mensch war? Weil er nur "OK" gesagt hat und nicht Rotz und Wasser geheult hat? Jeder drückt sich eben anders aus. Außerdem war Jobs zu diesem Zeitpunkt bereits selbst von seiner schweren Krankheit betroffen. Ein Stadium bei unheilbaren Krankheiten ist z.B. das "nicht wahrhaben wollen". Soweit ich mich recht erinnere, wollen Menschen in dieser Phase auch nicht über dieses Thema (schwere Krankheiten) nicht unbedingt ausführlich diskutieren (kann mich aber auch irren). Jedenfalls merke dir eins: oftmals sind es gerade die netten "Zuckermenschen", die innen kalt sind, wie eine Gefriertruhe... Daher finde ich es falsch, aus einer einfachen Email solche Schlüsse zu ziehen. Selbstredend gilt dies aber in beide Richtungen. Es ist schon richtig, dass man aus einem einfachen "OK" keine Warmherzigkeit ablesen kann. Bullshit ist für mich dennoch etwas anderes...
    • In Anbetracht unserer kapitalistischen Marktwirtschaft, kombiniert mit Apple's Geheimhaltungspolitik (die zumindest damals noch voll und ganz aufrecht war), finde ich dies schon sehr uneigennützig von Herrn Jobs. Er ging immerhin ein großes Risiko ein, wenn er vor dem Release ein iPad rausgab, auch wenn dies bestimmt mit gewissen Sicherheitsvorkehrungen geschah. Man muss deswegen wahrlich nicht "zerfließen", aber "Bullshit" ist für mich etwas anderes...