tesla-model-sNachdem nun das erste Todesopfer bei Tesla zu beklagen ist, geht die Welle der Empörung über den Autopiloten immer weiter und das unternehmen bekommt starken Gegenwind aus vielen Lagern. Doch muss man hier auch einmal die Kirche im Dorf lassen und das Thema etwas genauer betrachten. Vielen ist sicherlich nicht bewusst, dass Tesla (oder auch andere Hersteller wie BMW) nur einen Fahr-Assistenten anbieten und keinen Autopiloten. Tesla versucht das Image des autonomen Fahrens zwar zu fördern, aber man ist nicht weiter als führende Autohersteller, die Spurassistenten oder Notfall-Systeme anbieten. In Summe gesehen ist das gleichzusetzen mit einem Tesla-Autopiloten.

Der Fahrer muss wach und aufmerksam sein
Wer glaubt, dass man während einer geregelten Fahrt durch Sensoren und Computer nicht auf die Straße achten muss, hat sich geirrt. In brenzligen Situationen greift der Assistent zwar ein, jedoch kann man nicht jeder Situation am Rechner simulieren und daher ist der Fahrer immer noch das letzte Kontroll-Instrument im Fahrzeug und muss jederzeit und das Fahrgeschehen eingreifen können.

Autonomes Fahren noch in ferner Zukunft
Noch bevor Apple überhaupt mit seinem vermeintlichen Fahrzeug den Markt betritt, gibt es also noch viele Hürden in dieser Hinsicht zu überwinden. Wir werden sicherlich noch 5 bis 10 Jahre warten müssen, bis das autonome Fahren ausgereift ist. Erst dann ist die Technologie soweit, dass man wirklich von einem Autopiloten sprechen kann der viele Situationen im Griff hat. Vielleicht kann Apple mit seiner Technologie auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Dennoch wird es immer wieder Entscheidungen geben die nur der Fahrer treffen kann und deshalb wird ein Lenker auch in Zukunft unabkömmlich sein.

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3 comments

  • Leider war ja vorherzusehen, dass sowas irgendwann passieren wird. Es gibt in der Technik nur ganz wenige enge Spezialbereiche, wo man sich 100%ig darauf verlassen kann. Beispielsweise kann man auch nach Jahrzehnten der Erfindung des HeimPC immer noch BlueScreens sehen, sich mit unvorhersehbaren "Anomalien" seines iPhones quälen, etc.Irgenwie ist dann doch klar, dass eine Auto-KI auch nicht mit unserer derzeitigen Straßen-Umwelt zu 100% umgehen wird können. Aber vielleicht kommen ja irgendwann Gesetze, dass LKWs nicht Himmelblau oder Straßenschildweiß bestrichen sein dürfen. Vermutlich werden dann auch die Billa LKWs mit Rießengemüse verschwinden müssen. Schade eigentlich...