Indien Flagge

Zu Beginn letzter Woche hat sich CEO Tim Cook via TV gemeldet, um in einem Interview Schadensbegrenzung bezüglich der als allgemein schlecht beurteilten Quartalszahlen zu betreiben. Dabei hat er auch erwähnt, dass Apple Indien als Hoffnungsmarkt sieht und versuchen wird hier weiter Fuß zu fassen. Um das zu erreichen, wurde bereits vor einigen Monaten bei der indischen Regierung ein Antrag gestellt, damit das Unternehmen dort auch gebrauchte iPhones verkaufen darf.

Derzeit verfügt Apple in Indien lediglich über einen Marktanteil von 2 Prozent, da neue iPhones – obwohl in Indien noch das iPhone 4S angeboten wird – für den überwiegenden Teil der Bevölkerung einfach zu teuer sind. Gebrauchte iPhones, sogenannte „Refurbished“-Produkte, wären natürlich ideal, um den Marktanteil zu erhöhen und eine solide Stammkundschaft aufzubauen.

Negativer Bescheid
Vor wenigen Tagen ist allerdings laut Bloomberg ein negativer Bescheid des indischen Telekommunikationsministerium bei Apple eingetrudelt. Dies ist für Apple natürlich ein herber Rückschlag und wird das angestrebte Wachstum im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt deutlich bremsen.

Samsung hatte angeblich die Finger im Spiel
Interessant an dieser Entscheidung ist, dass offenbar der Hauptkonkurrent von Apple, Samsung, angeblich dabei die Finger im Spiel hatte. Der Konzern ist nämlich Teil der indischen Lobbyisten-Gruppierung „Mobile and Communications Council“ und hat über dieses Gremium offenbar erfolgreich Druck ausgeübt, damit Apple außen vor bleibt.

 

QUELLEBloomberg
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