Bereits letztes Jahr zu diesem Zeitpunkt, mussten die europäischen Mobilfunkbetreiber auf Grund der Roamingverordnung der Europäischen Union die Tarife senken. Nun wurde seitens der EU der Druck weiter erhöht und darauf hingewiesen, dass die Roaming-Tarife mit dem morgigen 1. Juli auch wiederum zu senken sind.

Wie sieht die Situation nun in Österreich aus?
Wird jemand innerhalb des EU-Auslandes angerufen, wurden bisher 9,6 Cent pro Minute verlangt, nun sind es höchstens 8,4 Cent. Bei aktiven Telefonaten dürfen pro Minute maximal 28,8 Cent (bisher 34,8 Cent) einkassiert werden. Das ergibt bei passiven bzw. aktiven Gesprächen eine Ersparnis von 12 bzw. 17 Prozent. Auch die Preise für SMS fallen von 10,8 Cent auf 9,6 Cent pro SMS.
Am größten ist der Preissprung allerdings bei den Datentarifen. Hier dürfen innerhalb der EU künftig höchstens 54 Cent pro Megabyte verlangt werden. Davor waren es maximal 84 Cent, was einer Reduktion von 36 Prozent entspricht. Dennoch kann zB das Versenden von Fotos mit ein paar MB via Mail recht teuer kommen. Die Grenze von 60 Euro bei mobilen Datendiensten, wo der Mobilfunkbetreiber den Kunden warnen muss, bleibt aber weiterhin aufrecht.

Naturgemäß sind die Mobilfunkbetreiber nicht erfreut über diese Entwicklung, da sie für sinkende Umsätze sorgen. Bei „3“ machen die Roaming-Erlöse immerhin einen zweistelligen Prozentsatz vom Gesamtumsatz aus, so „3“-Chef Trionow gegenüber der APA. Da die Roaming-Gebühren auch nächstes Jahr sinken bzw. eventuell sogar ganz angeschafft werden könnten, wird befürchtet, dass im Gegenzug die Handy-Tarife steigen werden, um die Umsatzverluste auszugleichen.

 

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