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Die Wogen über die LTE-Frequenzversteigerung wollten sich bei den Mobilfunkbetreibern auch vergangene Woche nicht glätten. Im Wesentlichen geht es darum, dass diese sich über den Tisch gezogen fühlen. Die Mobilfunker werfen der Telekom-Regulierungsbehörde vor, ein intransparentes Verfahren durchgeführt zu haben. So habe man nicht einmal gewusst, ob man Frequenzen überhaupt bekomme. Zudem habe man bereits früher gekaufte Frequenzbänder wieder erwerben müssen. Der Preis sei mit insgesamt knapp über 2 Mrd. Euro deshalb zu hoch und sie fordern Nachverhandlungen. Alle Betreiber behalten sich auch vor, beim Verwaltungsgerichtshof Einspruch gegen den Vergabebescheid zu erheben. Dieser soll bereits auf dem Weg sein. Die Zeit ist aber knapp, denn spätestens vier Wochen nach der Zustellung muss die jeweilige gebotene Summe überwiesen werden.

Die Antwort von Telekom-Regulator Georg Serentschy hinsichtlich einer Nachverhandlung kam postwendend. Demnach sei die Regulierungsbehörde dafür nicht zuständig. Die Netzbetreiber müssten sich an die Regierung, sprich Infrastrukturministerin Doris Bures wenden. Da diese aber momentan mit den Koalitionsverhandlungen ausgelastet sein dürfte und sich zudem beim Budget für die nächsten Jahre ein enormer Sparbedarf ergeben hat, wird die Ministerin wohl nicht auf dieses Geld verzichten wollen oder können. Wir werden die Angelegenheit weiter beobachten.

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5 comments

  • Das Viele Geld dient einem guten Zweck: Die Budgetlöcher werden gestopft. Es ist nicht zu erwarten, dass mit LTE die Bandbreite wesentlich verbessert wird. Außerdem werden die Kosten sowieso auf den User überwälzt.
    • dem kann ich nur zustimmen! egal wie das ganze ausgeht ... - bekommt die Regierung nicht die 2 Milliarden dürfen es die Steuerzahler zahlen (WIR) - sollte die Regierung die 2 Milliarden bekommen (was vermutlich auch so ist) zahlt dafür der User (WIR) so oder so die Dummen sind immer WIR ;)
  • Ich glaube auch, dass sich da ein paar Verantwortliche nicht schlau gemacht haben. Da gibt es bestimmt was, was sich Vertrag nennt. Und da dürfte wohl etwas über Laufzeiten etc. drin stehen. Ohne solche Regelungen dürfte es beispielsweise nicht möglich sein, bereits erworbene Frequenzen erneut zu verkaufen. Als Tipp am Rande: Da scheint wohl die zeitliche Befristung beendet. Alles andere würde ja bedeuten, dass Österreich rechtsfreier Raum wäre - und das will ivh nun nicht glauben.
  • Eine Frechheit !!!!!!was wollen die bitte,ich kann auch nicht zu einer Versteigerung gehen und was kaufen und danach sagen das Zahl ich nicht ?!?!?!?!? Typisch wieder für große Unternehmen. Hoffentlich sind die Behörden nicht so blöd und geh gehen darauf ein