Wir haben vor einigen Tagen bereits darüber berichtet, dass Microsoft ins Schussfeld der Kritik geraten ist, weil beim Surface-Tablet mit 32 GB die Hälfte des Speichers vom Betriebssystem Windows RT in Anspruch genommen wird. Es muss hinzugefügt werden, dass davon 5 GB von Recovery Tools und 8 GB von vorinstallierten Apps verbraucht werden. Dennoch hat nun der kalifornische Anwalt Andrew Sokolowski eine Klage gegen Microsoft wegen angeblich irreführender Angaben/Werbung, zum vorhin angesprochenen Speicherplatz, eingereicht.

Microsoft hingegen ist hingegen der Meinung, dass diese Klage unbegründet ist, da erstens auf einer FAQ-Seite ausdrücklich auf diese Situation hingewiesen wird (also keine Täuschung vorliegt) und zweitens auch beispielsweise das iPad bei der 32 GB-Version nicht das gesamte Volumen zur Verfügung stellen kann, sondern nur 28 GB.

Die ganze Angelegenheit könnte durchaus unangenehm für Microsoft werden, da Sokolowski vor hat, den Status einer Sammelklage zu erreichen. Außerdem fordert er Schadenersatz und die Abänderung der angeblich irreführenden Angaben/Werbung. Wir werden auf jeden Fall beobachten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Denn sollte es ein Urteil gegen Microsoft geben, könnte dies richtungsweisend für die ganze Branche sein, da ein mehr oder weniger großer Teil des Speicherplatzes immer von einem Betriebssystem verbraucht werden wird.

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8 comments

  • Wenn man unbedingt drauf wert legt, die 32 GB zu haben, dann lässt man das Surface von nem USB-Stick starten.... Wenn der einen technischen Fakt ignoriert, dann zeigen wir ihm doch, wie er das umgehen kann :P Zugegeben für den absoluten Laien ist das nicht ersichtlich, aber der absolute Laie hat auch keine Ahnung, was 32 GB sind.
  • Hi,wäre doch ganz einfach: Speicherplatz exklusive Systembarf Wenn das als Richtlinie verabschiedet werden würde,gäbe es doch keine Probleme mehr, der Verbraucher entscheidet systemgrößenunabhängig und die Hersteller müssten fair werben...
      • Speicherplatz "exklusive" Systemberdarf! = Es wird nur der freie Speicherplatz angegeben...der Markt reguliert sich dann schon von alleine...Apple wird schon nicht auf Symbian umsteigen um Festplattenkosten zu sparen ;0)
      • wär natürlich für den kunden am besten, aber ich glaube da muss wirklich ein gesetz her damit das auch umgesetzt wird.. natürlich wirbt jeder hersteller mit dem verbauten speicher.. nur beim surface is halt extrem wenn schon mal 50% des speichers belegt ist ^^
  • Also ich finde, hier gehört einfach mal geklärt, dass nur der Speicherplatz angegeben werden darf, der auf verwendbar ist. Klar wird Microsoft sagen, dass 32 GB verbaut sind und die sind angegeben, aber ich finds einfach nicht richtig.
    • Fände es besser, dass die einfach dazuschreiben wieviel Speicher das System zusätzlich verbraucht. Surface: Festplatte 32GB, System 16GB WiiU: Festplatte 8GB, System 4GB iPad: Festplatte 16GB, System 4GB. Aber andererseits kennt man doch den durchschnittlichen Käufer. Der kauft dann nur noch das kleinste System, weil er nur auf ein paar Zahlen achtet, anstatt auf den Umfang des Systems.
  • Bspw. Nintendo und seine WiiU. Da verbraucht das System 4GB (sag noch einmal jemand Microsoft Windows waere aufgebläht), so dass auf die Basic nicht mal Mario Land passt und der CEO offiziell eine externe Festplatte empfiehlt. Aso wenn die Lage Erfolg hat, kann sich die ganze Branche darauf einstellen die Kapazitaetszahlen neu zu berechnen. Und die Kunden können sich auf noch mehr Verwirrung einstellen, wenn ein Android Handy plötzlich bei gleicher Festplatte weniger Speicher bietet als das iPhone. Manche Klagen sollte man wirklich für sich behalten. Aber im Land des reinen Kapitalismus haelt man die Menschen ja mit Absicht doof.