iCloud Friends

Diese Ankündigung seitens Apple erhält durch den momentanen Kampf mit dem FBI um die Herausgabe von Daten eines iPhones von einem Attentäter zusätzliche Brisanz. Bis jetzt ist es nämlich so, dass Apple auf richterliche Anordnung hin gezwungen werden kann, iCloud-Daten herauszugeben. Dies ist alleine im ersten Halbjahr 1407-mal passiert und Apple offensichtlich zu viel. Zwar werden in iCloud gespeicherten Termine, Dokumente, Kontakte usw. jetzt schon verschlüsselt, aber Apple hat sozusagen das Werkzeug, um die Daten entschlüsseln zu können.

End-to-end Verschlüsselung soll kommen
Ähnlich wie es bei iMessage derzeit schon der Fall ist, sollen iCloud-Daten künftig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekommen. Damit ist nur der Anwender selbst in der Lage, seine Daten zu lesen. Dies hätte den enormen Vorteil für Apple, dass das Unternehmen nicht mehr dazu gezwungen werden könnte, eventuelle Daten herauszugeben, da Apple schlichtweg nicht mehr in der Lage wäre, diese zu dechiffrieren. Hätte Apple dies schon früher gemacht, wäre die momentane Diskussion vermutlich obsolet.

 

QUELLENew York Times
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Ein Kommentar

  • Nein, wäre sie nicht. Denn das FBI (und viele andere Behörden) stören sich eben an der Vollverschlüsselung. Vermutlich wäre die Anschuldigung sogar stärker gewesen: "Wir können nicht mal auf die Serverdaten zugreifen! Apple ist der größte Terroristenfreund in Amerika! Dieses Unternehmen muss zerschlagen werden, um die Sicherheit(sic!) der Amerikaner zu gewährleisten!" ... Aber natürlich hoffe ich, dass Apple das durchzieht.