Die Clean-IT-Kampagne der Nichtregierungsorgansiation „Südwind“ hat das Ziel, faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in IT-Produktionsstätten zu schaffen. Schon seit einiger Zeit steht Foxconn im Visier der Organisation und es wird genau beobachtet, ob die versprochenen Zusagen auch eingehalten werden.

Bekanntlich sind Foxconn und Apple letztes Jahr ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, weil der das Unternehmen, welches unter anderem auch Apple beliefert, seine Arbeiter bis zu 100 Stunden pro Woche hat arbeiten lassen und deshalb einige davon Selbstmord begangen haben. Daraufhin wurde eine Arbeitszeitreduzierung auf 60 Stunden und auch eine Lohnerhöhung zugesagt. Des Weiteren wurde angekündigt, dass ab Juli 2013 die Arbeitszeit nur mehr 40 Stunden (inkl. höchstens 9 Überstunden) betragen soll.

Wie es den Anschein macht, hat sich aber bis zum heutigen Tag nicht viel getan. Südwind zeigt auf, dass die Arbeitszeit nur bei 3 chinesischen Standorten auf 60 Stunden gesenkt wurde. In anderen Werken werde immer noch zwischen 80 und 100 Stunden gearbeitet. Von einer Lohnerhöhung habe man auch noch nichts in Erfahrung bringen können. Foxconn habe lediglich Ende Mai mitgeteilt, dass man zur Umsetzung der Vorgaben noch länger Zeit benötige.

Offensichtlich wendet Foxconn hier eine Verzögerungstaktik an und wollte wahrscheinlich Gras über die ganze Angelegenheit wachsen lassen. Diese Taktik scheint aber nicht aufzugehen, denn der Zulieferer kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Vielleicht ist auch das ein Grund (neben den zB aufgetretenen Mängeln bei der Produktion des iPhone 5), warum sich Apple vermehrt nach Alternativen umsieht.

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