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Für das Soziale Internetnetzwerk Facebook gelten neue Nutzungsbedingungen: Der Internetkonzern führte sie gestern ein, nachdem sich zu wenige Mitglieder an einer Abstimmung über die neuen Nutzungsregeln beteiligt hatten.

Wie das Unternehmen auf der Seite „Facebook Site Governance“ mitteilte, gaben lediglich etwa 343.000 der insgesamt mehr als 900 Millionen Nutzer – also rund 0,04 Prozent – ihre Stimme ab. Allerdings hätten rund 270 Millionen Facebook-Mitglieder abstimmen müssen, damit das Votum von dem Konzern als verbindlich betrachtet worden wäre. Nun gilt es lediglich als „Ratschlag“.

Was ist neu?
Facebook verpflichtet sich, genauere Angaben darüber machen, was mit den Daten der User passiert. Es nun so, dass sich der Konzern quasi offiziell von seinen Mitgliedern ziemlich weitgehende Rechte zur Verwertung von Statusmeldungen, Links, Fotos und privaten Nachrichten einräumen lässt. Das ist in Hinblick auf die maßgeschneiderte Werbung wichtig. Man weiß jetzt eigentlich nur darüber Bescheid, was Facebook mit den Daten schon vorher gemacht hat.

Mit den neuen Regeln soll offensichtlich an einem besseren Image und an mehr Transparenz gearbeitet werden, nachdem das Unternehmen schon mehrmals in die Kritik wegen des laschen Datenschutzes geraten ist.

Im Prinzip ist es jetzt aber so, dass der Nutzer jetzt dem zustimmen muss, was vorher ohne sein Wissen passiert ist. Er übernimmt also die Verantwortung und Facebook ist den „schwarzen Peter“ los. Deshalb wird zurecht von Daten- und Verbraucherschützer kritisiert, dass es eigentlich keine wesentlichen Verbesserungen für den User gibt.

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2 comments

  • Welcher naive Optimist hat das denn erwartet? Die Nutzer können sich ja nur glücklich schätzen das sie wie im Irak wählen durften und sich entscheiden ob sie mitmachen wollen - statt wie in der DDR wo sie dazu gezwungen waren für "Ja" zu stimmen. Und bevor hier irgendjemand "Verharmlosung" schreit, es ist genau das Gleiche. Ein Konzern der wie eine Regierung handelt und eine Wahl präsentiert die einer Diktatur in nichts nach steht.