Mit der Apple-Aktie läuft es in letzter Zeit bekanntlich nicht allzu gut. Während viele Analysten denken, dass es daran liegt, weil Apple seit einigen Monaten keine neuen Produkte veröffentlicht hat, ist der ehemalige Microsoft COO, Bob Herbold, anderer Meinung. Er behauptet, dass das derzeitige Problem von Apple das Fehlen einer visionären Führungspersönlichkeit sei, so wie es eben Steve Jobs gewesen ist. Steve Jobs sei es nämlich gewesen, der durch seine echte Überzeugung und seinen paranoiden Blick für Details, für einen anhaltenden Zustrom von führenden Produkten und Dienstleistungen gesorgt hat.

Tim Cook handelt seiner Ansicht nach wie ein Administrator. Eine gute Finanzgebarung sei eben nicht ausreichend, um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Apple brauche wieder einen Visionär, der Apple mit Mut führt und nicht ständig auf die Zahlen schaut. Herbold ist zudem der Meinung, dass Apple durch die Führung von Tim Cook in Gefahr läuft, in den Augen der Menschen ein solides Technologie-Unternehmen zu werden. Der Glanz der früheren Zeiten werden verloren gehen – ähnlich wie es auch bei Microsoft der Fall war.

Wie seht ihr die Situation? Ist Tim Cook zu wenig visionär und fehlt im das Gefühl bzw. zeigt er zu wenig Liebe fürs Detail, um Apple weiterhin zum Erfolg zu führen?

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10 comments

  • Der Typ sollte lieber auf sich und den Konzern zurückblicken wo er arbeitete. Die haben wirklich seit Windows 95 nichts gutes mehr auf die Beine gestellt, wenn hinken Sie immer hinten nach und bekommen es nicht auf die Reihe ein gutes Produkt zu entwickeln. Im Endkundenbereich laufen Ihnen die Kunden davon (Tablet/Handy/Android/iOS) sag ich nur.
  • Witzig das vor allem aber auch von Microsoft zu hören. Die seit Windows 95 wahrlich NICHTS mehr auf die beine gestellt haben. Und von dessen jedes Produkt ausnahmslos ein Flop war. Ich sage dabei nur Zune etc
  • Die Krux dabei ist, ein Visionär denkt immer anders als die anderen. Da kann man nur wieder auf Ford verweisen und seinen Ausspruch "Wenn ich die Menschen gefragt hätte, hätten sie gesagt sie wollten schnellere Pferde". Die Ansprüche an Apple sind einfach viel zu hoch. Man kann nicht jedes Jahr das Rad neu erfinden. Und man kann auch nicht irgendwelche Träumereien von Designern mal eben umsetzen, nur weil es auf einem Bild nett aussieht. Und Menschen wollen keine Innovationen, sie wollen Beständigkeit. Das iPhone wurde in der Luft zerrissen, auch unter Apple-Fans. Das MacBook Air wurde verrissen und auch das iPad. Die bunten iMacs wurden verrissen. So wie aktuell Microsoft für das Metro-Design. Innovation ist nicht der Punkt. Ich denke, man hat sich bei Apple daran gewöhnt dass sie überraschen. Das Beständige, das was alle so toll fanden war die Gewöhnung daran von etwas überrascht zu werden. So paradox das klingen mag. Und ich denke, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben dass Tim Cook es anders macht, wenn die Menschen sich daran gewöhnt haben dass Jonathan Ive jetzt allein das Design bestimmt, wenn die Menschen sich gewöhnt haben das Steve Jobs nicht wiederkommt, dann denke ich, wird Apple in den Augen aller wieder ganz oben stehen. Solange aber noch alle nach jeder Keynote sagen "Steve hätte, Steve wollte, Steve würde" bleibt es wie es ist. Sehr gute Produkte mit schönem Design. Doch bewertet nach den Kriterien eines verstorbenen Visionärs. Eines Visionärs der deshalb geachtet wird, weil er eben nicht das tat was andere wollten. Echte Ironie.
  • Das Jobs dem Unternehmen fehlt, lässt sich nicht abstreiten. Apple sollte zukünftig noch stärker auf eine Doppelspitze, bestehend aus Cook und Jony Ive setzen. Ive hat den visionären Kopf Jobs' zumindest teilweise übernommen und ist derzeit der Einzige, der Apple wieder in die Glanzzeiten zurückführen kann. Unter Cook, ohne seine wirtschaftlichen Erfolge ankreiden zu wollen, hat leider nicht viel von der Denkweise Jobs' übernommen & das sollte er ja auch nicht. Ich bin gespannt, was die nächsten Jahre bringen!