Eigentlich ist der Deal zwischen Orange und Drei schon in Stein gemeißelt, zumindest von Seiten der EU und den großen Ordnungshütern der Union. Dennoch musste Drei weitere Eingeständnisse machen und den Weg für einen eventuell vierten Netzbetreiber freihalten, um den endgültigen „Segen“ zu erhalten. Dieser Fakt gilt insbesondere für die im Frühjahr stattfindende Frequenzvergabe, die durch den Staat Österreich durchgeführt wird. Zudem muss Drei die von Orange erworbenen 2,6 GHz-Frequenzen wieder an den Staat abtreten, um diese für andere Zwecke zur Verfügung zu stellen. Drei ist mit diesen Forderungen einverstanden und kann somit von Seiten der EU den Deal zu 100% besiegeln! Doch wäre da nicht die Wettbewerbsbehörde in Österreich, die einmal wieder versucht sich wichtig zu machen.

Hier könnte alles scheitern!
Normal hatte man gedacht, wenn das Urteil der EU wirklich „offiziell“ bestätigt worden ist, wird die Wettbewerbsbehörde in Österreich wohl einlenken. Die Wettbewerbsbehörde setzt sich sogar über ein 101 Seiten langes Gutachten hinweg, wo eindeutig widerlegt werden kann, dass der Kauf von Yesss! durch A1 weder den Markt maßgeblich beeinflusst, noch in irgendwelcher Art und Weise den Konkurrenzkampf erhöht. Dennoch wurde gegen das Urteil des Kartellgerichts Rekurs eingelegt. Das Urteil muss nun abgewartet werden und die Entscheidung wird wieder verschoben. Hier wären einheitliche Gesetze schon etwas Tolles!

 

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