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Die Übernahme von Orange durch „3“ ist für EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia im Nachhinein gesehen nicht optimal gelaufen. In einer Pressekonferenz hat er im Zuge der Übernahme von E-Plus durch Telefonica Deutschland („O2“) hier deutliche Worte gefunden: „Im Fall Österreichs 2012 haben wir keine vorherigen Verpflichtungen vorgesehen“, sagte Almunia. Es seien dadurch „verschiedene Operationen“ möglich gewesen, bevor die Übernahme abgeschlossen war. Der EU-Wettbewerbskommissar hat aber eingeräumt, dass „das ein Fehler unsererseits war. Ich bin nicht zufrieden damit, was am österreichischen Markt vor sich geht“, so Almunia.

Almunia stößt vor allem sauer auf, dass es nach der Übernahme von Orange durch „3“ und der damit verbundenen Verkleinerung der großen Mobilfunkanbieter von vier auf drei Teilnehmern, die Preise der Tarife teilweise deutlich gestiegen sind. Deshalb sei er um die die zunehmende Marktmacht großer Telekomfirmen besorgt, so der Kommissar. Dadurch, dass die Übernahme unter Auflagen genehmigt wurde – so muss „3“ etwa Frequenzrechte an einen möglichen künftigen neuen Marktteilnehmer verkaufen – kann seitens der EU in dieser Hinsicht allerdings nichts mehr unternommen werden. Von den heiß gehandelten MVNOs (Mobile Virtual Network Operator), wo Tele2, UPC und Ventocom dazu gehören, ist derzeit aber nichts zu sehen.

 

QUELLEDer Standard
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2 comments

  • Diese leute sollten uns und den Markt eigentlich mit ihren Entscheidungen schützen. Stattdessen haben sie zugestimmt und sind an den Preiserhöhungen Mitschuld. Was dachten sie denn? Dass die Preise bei weniger Konkurrenz gleich günstig bleiben? Konkurrenz belebt den Markt!
    • Auch die machen Fehler. Zur Not verhängt die EU auflagen, was bereits Österreich machen kann. Aber ist es nicht witzig, dass erst alle schreien, weil die EU ein Mitspracherecht hat und jetzt alle schreien, weil sie dieses nicht machtvoll eingesetzt hat?