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Die EU-Kommission hat Apple und andere große Konzerne schon länger bezüglich des Ausnützens von Steuerschlupflöchern im Visier. Konkret geht es dabei um Irland, wo viele multinationale Unternehmen eine Tochterfirma haben, da es hier auf Grund der Gesetzeslage möglich ist, besonders steuerschonend zu wirtschaften. Somit läuft die Untersuchung im Prinzip nicht gegen Apple & Co., sondern gegen Irland selbst, denn das Land hat es den Unternehmen ermöglicht, im Schnitt lediglich 1,8 Prozent an Steuern auf deren Umsätze außerhalb der USA abführen zu müssen. Dadurch wurde Irland natürlich extrem attraktiv für Unternehmen aller Art und dagegen will die EU-Kommission nun vorgehen.

8 Mrd. US-Dollar für Apple
Sollte die Untersuchung der EU-Kommission zum Ergebnis kommen, dass die Rechtslage in Irland nicht dem EU-Recht entspricht, droht nicht nur Irland eine Strafe, sondern auch viele Konzerne müssten die Steuerschuld aus den Jahren 2004 bis 2012 nachzahlen. Im Falle von Apple wären dies eben 8 Mrd. US-Dollar, da Apple in diesem Zeitraum 64,1 Milliarden US-Dollar Umsatz in Irland erwirtschaftet hat. Im März soll die Entscheidung seitens der EU dann bekanntgegeben werden. Apple rechnet offenbar schon mit einem negativen Ausgang, denn das Unternehmen hat seine Aktionäre bereits im vergangenen Jahr auf eine Abschreibung in Milliardenhöhe vorbereitet.

 

QUELLESajonara
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