Diese Befürchtung macht sich momentan in der Zubehör-Branche breit. Sollte das neue iPhone 5 wirklich den völlig überarbeiteten 9-poligen Dock-Anschluss bekommen, könnte das den gesamten Drittanbieter-iPhone-Zubehör-Markt ins Chaos zu stürzen. Denn knapp zwei Wochen vor der erwarteten Vorstellung des iPhone 5 verfügen die Zubehör-Produzenten über praktisch keine Informationen über den neuen Dock-Connector, da Apple es (natürlich) verweigert einen „kurzen Blick“ darauf zu werfen. Somit stehen alle betroffenen Unternehmen vor der Situation, praktisch kein Zubehör in Sachen iPhone und Dock zum Verkaufsstart anbieten zu können, da sie erst selbst das neue iDevice in Händen halten müssen, um mit der Produktion beginnen zu können. Dies wird natürlich Monate dauern und einige Firmen werden das wohl nicht überstehen.

Ein Profiteur und verärgerte Kunden?
Wer profitieren wird ist klar – natürlich Apple selbst. Apple wird zum Verkaufsstart selbstverständlich alle nötigen Adapter mitbringen und wahrscheinlich auch noch kräftig dafür verlangen. Zuverlässige Quellen von iLounge behaupten sogar, dass dies eine bewusste Strategie von Apple sei, um das Weihnachtsgeschäft in Sachen Dock-Zubehör dominieren zu können. Apple läuft damit allerdings Gefahr, seine Kunden zu verärgern, denn sollten die Preise für Adapter und Zubehör sich in den momentanen Preisregionen befinden, könnte sich der Kunde durchaus geneppt fühlen.

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7 comments

  • Hier habt eine Gruppe Käufer vergessen - die welche die letzten Monate viele hunder Euro für hochqualitatives Zubehör ausgegeben haben. Nebenbei, was glaubt ihr wie lange es dauert bis eine Monopolklage bei der EU Komission eingeht? Und bevor ihr widersprecht: Nein, für ein Monopol muss man nicht alleiniger Anbieter sein. Es reicht den Markt dominieren zu können. Wie Apple.
      • Sagte ich doch gerade: Ausnutzung eines Monopols. Denk doch mal eine Sekunde nach: Ein Anbieter der den Markt dominiert, ein ganzer Geschäftszweig - sogar mehrere - die von diesem Anbieter abhängig sind. Ein Anbieter der diese Stellung gnadenlos ausnutzt. Reines Umstellen ist nicht das Problem, sondern das Minimieren von Informationen, Tatsachen schaffen. Klarer? Und falls nicht, stelle dir vor der Name wäre nicht Apple sondern Microsoft und das System hieße nicht iOS sondern Windows. Und geändert würde nicht ein Anschluss sondern die Startspezifikation. Und alle wären gezwungen ab Morgen 500 neue Zeilen Code einzubauen. Wo der Unteschied ist? Mit ein dutzend Überstunden und viel Elan kann ein kleines Entwicklerteam innerhalb einiger Wochen so eine Anpassung vornehmen Info: im App Store ist zu sehen das viele Entwickler 3-4 Monate für ein neues Feature brauchen). Eine Hardware-Produktion umzustellen kostet sehr viel mehr und ist sehr viel umständlicher.