Bereits Anfang Februar haben wir darüber berichtet, dass es durch die Fusion von Drei und Orange zu einem Mitarbeiterabbau und der Schließung von Shops kommen wird. Dies wurde auch damals von Drei-Chef Jan Trionow bestätigt. Gestern wurden nun die ersten Schritte in dieser Hinsicht gesetzt und den Mitarbeitern mittgeteilt, dass es ab 2014 insgesamt 40 Shops weniger (90 statt 130) und nur noch zwei (statt drei) zentrale Call Center geben wird. Die Betreuung der Kunden wird in Wien und Erfurt (Deutschland) zusammengefasst, das Call Center in Wiener Neustadt wird Ende Jänner 2014 geschlossen.

Es ist noch nicht klar, welche Shops geschlossen werden. Dies wird sich in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Fest steht allerdings, dass 70 MitarbeiterInnen gekündigt werden und weitere 100 Arbeitsplätze wackeln. Drei-Sprecher Tom Tesch dazu:


„Die Entscheidung gegen einen Shop-Standort bedeutet nicht automatisch den Verlust des Arbeitsplatzes, andere Shops werden wir personell aufstocken, so dass ein Wechsel möglich ist.“

Für jene Mitarbeiter, die gehen müssen, wurde mit dem Betriebsrat ein Sozialplan ausverhandelt. Laut Tesch sei dieser zwei Jahre gültig und enthalte unter anderem verlängerte Kündigungsfristen sowie gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen. Die Umstrukturierung soll im dritten Quartal des heurigen Jahres abgeschlossen und somit auch die Marke Orange verschwunden sein. Weitere Stellenstreichungen werden nicht ausgeschlossen. Vor allem der Technik-Bereich könnte durch die Zusammenführung der Netze noch betroffen sein.

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Ein Kommentar

  • Die üblichen leeren Versprechungen (So eine Aufstockung in Bern ist sehr hilfreich wenn man in Zürich beheimatet ist, Beispiel). Und so eine Kündigungsfrist nutzt auch sehr viel wenn der gesamte Standort verschwindet. Und erst die Fortbildungsmaßnahmen - die lassen sich echt nicht lumpen, dait der Ex-Mitrbeiter sich noch mit einem aktuellsten Zeugnis bei der Konkurrenz oder Drückerkolonnen bewerben kann. Um das klarzustellen, ich habe per se nichts gegen Schließungen, wohl aber gegen diese durchgehenden und überall grassierenden Euphemismen - statt klar zu sagen "Wir schmeissen 300 Leute raus".