Apple News Österreich Mac Klage IPad, Daten, Emailadressen

Apple wurde bekanntlich im eBook-Prozess für schuldig befunden. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, zu welcher Schadensersatzzahlung Apple verdonnert werden wird. Vergangene Woche ist nun von GigaOM ein Chart veröffentlicht worden, welcher die Strafzahlungen der anderen betroffenen Verlage aufzeigt. Dieses Dokument erlaubt nun Rückschlüsse auf die mögliche Höhe der Strafzahlung seitens Apple.

Um ein paar Beispiele anzuführen: Der Verlag „Hachette“ musste lediglich 52 Prozent des vermuteten Schadens bezahlen. Der Penguin-Verlag hingegen musste für 121 Prozent der Schadenssumme aufkommen. Unterm Strich wurden die Verlage bei dem Vergleich zu 166 Mio. US-Dollar verdonnert, was 76 Prozent der mutmaßlichen Schadenssumme entspricht. Ein US-Anwalt gibt allerdings zu bedenken, dass die Schadenssumme mit dem Faktor drei multipliziert wird, da Apple, im Gegensatz zu den anderen Unternehmen keinen Vergleich eingegangen ist, sondern rechtskräftig verurteilt wurde. Somit würde man auf eine endgültige Schadenssumme von 656,7 Millionen US-Dollar kommen. Zieht man nun die bereits bezahlten 166 Mio. US-Dollar ab, würden für Apple 490,5 Mio. US-Dollar übrig bleiben.

Diese Summe wird Apple nicht sehr schmerzen. Eher schmerzlich ist der Fakt, dass man verurteilt wurde und eine Straftat begangen hat. Dies ist natürlich dem Image von Apple nicht zuträglich. Deshalb hat das Unternehmen wahrscheinlich auch versucht einen Freispruch zu erreichen. Ein Vergleich wäre bereits ein Schuldeingeständnis gewesen.

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