Wie es aussieht, könnte der Deal zwischen Drei und Orange nun doch zu platzen – zumindest stehen die Karten nicht gerade gut. Der 900 Millionen Euro schwere Deal hat sich als Geduldsprobe der beiden Unternehmen herausgestellt und geht nun endlich in eine finale Phase. So rechnete Orange selbst mit einer Übernahme im September (wir haben darüber berichtet). Doch hat die EU-Kommision nun anders entschieden. Der Deal sei abgelehnt worden, doch Drei hat noch eine letzte Frist bis Ende November, um das Angebot nochmals nachzubessern.

Von 4 auf 3 ist zu wenig!
Laut EU-Kommission sind 3 Netzbetreiber, die sich den Markt in Österreich teilen, einfach zu wenig. Durch die Übernahme von Yessss! durch A1 wird der Marktführer weiter gestärkt und die anderen Netzbetreiber in einer gewissen Hinsicht benachteiligt. Auch die fehlende Konkurrenz auf dem Markt (Zusammenarbeit T-Mobile, Drei – sprich Partnernetz) ist ein Fakt, der nicht außer Acht gelassen werden darf.

Drei versucht Alles
Drei hat schon im Vorfeld versprochen das eigene Netz auch für andere Anbieter öffnen zu wollen. UPC und Tele 2 sollen laut Brancheninsidern daran interessiert sein. Auch nach dieser „Zwischenentscheidung“ der EU-Kommission gibt sich Drei kämpferisch und will unbedingt an der Übernahme festhalten. Ob dies funktionieren wird, ist fraglich. Man kann aber damit rechnen, sollte der Deal nicht zu Stande kommen, wird Drei deutlich geschwächt am heimischen Markt.

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