Eigentlich sind Analysten und Beobachter zu Beginn des Jahres, nach der Veröffentlichung erfreulicher Zahlen für BlackBerry, davon ausgegangen, dass der kanadische Smartphone-Hersteller damit die Talsohle durchschritten und das Schlimmste überwunden hätte. Bei der Vorstellung der Zahlen des ersten Quartals, mit dem dem deutschen Manager Thorsten Heins an der Spitze, wurden die Anleger aber enttäuscht, denn das Unternehmen rutschte wieder tief in die roten Zahlen. Insgesamt muss BlackBerry einen Verlust von 84 Mio. US-Dollar (ca. 63 Mio. Euro) verkraften. Die Aktie rutschte gestern daraufhin um bis zu 20 Prozent ab.

Grund für den Verlust ist schwächelnde Nachfrage nach Smartphones mit dem neuen BlackBerry 10 Betriebssystem. Obwohl vom aktuellen iPhone-Konkurrenten Z10 rund einen Million Geräte abgesetzt wurden, konnten insgesamt nicht, die von Analysten erwarteten 7,5 Mio. Einheiten erreicht werden, sondern nur 6,8 Mio.! Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres konnte BlackBerry insgesamt noch eine Mio. Einheiten mehr absetzen. Zudem sind weniger als die Hälfte aller verkauften Handys von Blackberry mit dem neuen OS ausgestattet. Heins betonte allerdings, dass man sich immer noch am Anfang der Produkteinführung befinde. Wir werden sehen, ob BlackBerry den Abwärtstrend endgültig stoppen kann.

 

 

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