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Die Ermittlungen gegen Apple laufen schon seit einigen Jahren in Italien, da die Behörden herausgefunden haben, dass Apple zwischen 2008 und 2013 einige Milliarden am Fiskus vorbei geschmuggelt und sich so 880 Mio. Euro an Steuern gespart haben soll. Apple ist sich allerdings keiner Schuld bewusst, da nach Ansicht des Unternehmens alles korrekt abgelaufen ist. Im Prinzip sind nämlich alle Geschäfte über die von Apple 1980 gegründete Tochterfirma in Irland und ihre heutigen Ableger in den Niederlanden, in Luxemburg oder auf den britischen Jungferninseln abgelaufen. Italien sieht sich allerdings betrogen, da nach Ansicht der lokalen Behörden Steuerzahlungen im Land durch diese Tarnfirmen vermieden wurden.

Einigung mit Folgen
Wie gestern bekannt wurde, haben sich die italienischen Steuerbehörden nun mit Apple geeinigt. Der Konzern aus Cupertino wird demnach 318 Mio. Euro überweisen bzw. hat dies schon getan. Apple hat dies nach eigenen Aussagen deshalb getan, um dem Verfahren ein Ende zu bereiten. Diese Einigung könnte aber weitreichende Folgen haben, da Apple in Europa in den letzten Jahren rund 74 Mrd. US-Dollar ganz „legal“ durch Tarnfirmen vermieden hat, wodurch Apple auch ins Visier anderer europäischer Staaten geraten könnte. Die EU ist ja schon einige Zeit dabei, diese Deals zu prüfen. Aber nicht nur Apple steht derzeit in Italien im Fokus, auch Google, Microsoft und Facebook stehen schon auf der Liste der italienischen Behörden.

 

QUELLEHandelsblatt
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Ein Kommentar

  • Eigentlich müsste man alle Politiker der EU verklagen. Weil sie solche Schlupflöcher zulassen. Da gehen hunderte Milliarden durch die Finger, von allen Firmen der Welt, über Jahre. Das die Firmen diese Schlupflöcher benutzen, sollte fast klar sein.