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Nachdem wir vergangenes Wochenende bereits darüber berichtet haben, dass Apple auf Grund des iPhone-Streits mit dem FBI plant, der iCloud eine End-to-End-Verschlüsselung zu verpassen, damit das Unternehmen selbst keinen Zugriff mehr zu den Daten hat, soll nun auch iOS sicherer gemacht werden.

Keine Möglichkeit mehr für Behörden
Was genau Apple plant, ist natürlich nicht bekannt. Es ist aber in den letzten Tagen und Wochen jedem Beobachter klar geworden, dass CEO Tim Cook den Schutz der Daten als höchstes Gut einstuft. Damit das Unternehmen nicht wieder zwischen die Fronten gerät, sollen demnach softwaretechnisch Maßnahmen gesetzt werden, die es unmöglich machen, ein iPhone zu knacken.

Wann diese Maßnahmen in das mobile Betriebssystem integriert werden sollen, ist nicht durchgesickert. Der Entschluss dazu dürfte auf jeden Fall erst in den letzten Tagen gefallen sein, weshalb es für iOS 10 knapp werden könnte.

Das FBI könnte mit seiner Aufforderung an Apple, zur Entsperrung eines iPhones eine Hintertür zu schaffen, genau das Gegenteil bewirken. Ein neuer Bericht deutet an, dass Apple iOS-Geräte nun noch sicherer gestalten möchte. Behörden soll es damit selbst mit den nun geforderten Maßnahmen unmöglich sein, ein iPhone zu knacken.

 

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7 comments

  • Gut xkeyscor ist eine datenbank die mit daten gefüttert wird. So wie ich es aufgefasst habe, bekommt man mit einer emailadresse schon sehr viel raus. Facebook, mailverkehr etc. das heißt irgendwo werden die daten schon abgegriffen, die durch das netz gehen und auf den servern gesammelt werden. Dann geht man mal davon aus, dass mit den verschlüsselten daten ab iphone ins netz nichts angefangen wird. Mit xkeyscore sind die suchanfragen doch recht simpel was die beispiele erklären.
    • Nur um das noch mal klarzustellen: Der Attentäter konnte mit seiner Frau ein Ziel aussuchen, benötigte Artikel einkaufen und den Anschlag durchführen. Und vorher noch ganz in Ruhe seine privaten Computer und Handys zerstören. Ohne dass es irgendeine Behörde gestört hat. Also ja, XKeyscore kann helfen, wenn man jemanden verdächtigt. Aber wie man sieht, bringt es das alles nichts, wenn man niemanden verdächtigt. (Deshalb sagen ja NSA, FBI und BND geschlossen: "Jeder ist verdächtigt")
  • Das sind gute argumente. Eine klage in der apple als beklagter die sicherheit der daten vertritt sind zwar kostspielig, aber eine gute werbung.Allerdings frage ich mich ob xkeyscore nicht in der lage gewesen ist diesem verdächtigen im vorfeld zu finden
    • Die Aufgabe von XKeyscore ist es, zu einer Zielperson alle Metadaten zusammenzustellen und übersichtlich auszugeben. Das Programm wäre hier also recht nutzlos, da man dafür erstmal einen Verdächtigen braucht. Das ist das Problem der Geheimdienste, die können noch so viel wissen, wenn es keinen Anhaltspunkt gibt, können sie nicht anfangen. .... Aber wie gesagt, die Werbung wird gerade schon zur Antiwerbung (zumindest in den USA) und Apple wird noch klagen, wenn alle Nutzer den Fall schon längst vergessen haben.
  • Wie lobenswert. Sichherheit verkauft sich auch sehr gut. Aber jetzt mal ein blöder gedanke von mir. Die märkte werden für heuer schwach prognostiziert. Könnte das ganze FBI bla bla zur datenfreigabe usw, nicht eine großangelegt marketingkampagne sein Ich würde es begrüßen. Aber was denkt ihr bei diesen news. Apple sorgt sich sehr um die daten der kunden. Würden die schlagzeilen, nicht einige dazu bewegen auf appleprodukte umzusteigen
    • Den Gedanken äußern einige. dagegen spricht, dass (1) das FBI Apple wirklich vor Gericht zieht, (2) 180 iPhones auf Lager liegen, welche durch einen Backdoor entsperrt werden sollen, (3) wir von der DEA und Snowden wissen, dass die Behörden tatsächlich keinen Zugriff haben, (4) sich dieser juristische Kampf wie bei MS wohl über Jahre hinziehen wird und (5) Apple bereits als Terroristenfreund und Amerikahasser dasteht.