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Der Verwaltungsrat von Apple hat in der Nacht auf Samstag den Aktionären in einer Börsenmitteilung empfohlen, bei der kommenden Hauptversammlung gegen einen noch größeren Aktienrückkauf zu stimmen. Wir haben schon mehrmals darüber berichtet, dass hinter dieser Forderung der streitbare Großinvestor Carl Icahn steckt, der sich vor wenigen Monaten mit Apple-Aktien im Wert von rund 1 Mrd. US-Dollar eingedeckt hat und sich auch schon mit Tim Cook getroffen hat, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Genau genommen verlangt er, dass Apple im laufenden Geschäftsjahr Aktien im Wert von mindestens 50 Mrd. US-Dollar (36,4 Mrd. Euro) zurückkauft. Für ihn wäre eine große Rückkauf-Aktion natürlich äußerst lukrativ, da sie den Wert der Aktien für gewöhnlich nach oben treibt.

Warum will der Verwaltungsrat Icahn ausbremsen?
Apple hat bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr eigene Aktien im Wert von 23 Mrd. US-Dollar zurückgekauft und will bis 2015 damit, aber auch über Dividenden, insgesamt ca. 100 Mrd. US-Dollar an die Anteilseigner ausschütten. Damit sind aber die Reserven im eigenen Land aufgebraucht, denn ein Großsteil des Apple-Vermögens ist steuerschonend im Ausland geparkt. Wenn von Apple also verlangt wird, noch mehr Aktien zurückzukaufen, müsste Tim Cook das Geld zuerst in die USA holen und natürlich davon einen beträchtlichen Teil an Steuern dem Staat überweisen.

 

 

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