Apple Patentstreit teaser News Mac

Bereits seit längerer Zeit läuft in den USA das Verfahren gegen Apple bezüglich illegaler Preisabsprachen bei E-Books. Einige von euch dürften sich daran erinnern. Aber nicht nur Apple, sondern auch fünf Buchverlage stehen wegen demselben Vergehen vor Gericht. Ihnen und Apple wird vorgeworfen, vor drei Jahren bei der Einführung des iPads, Absprachen getroffen zu haben, dessen Ergebnis höhere Preise für E-Books waren. Vor zwei Tagen hat nun die zuständige Richterin Denis Cote ihre Einschätzung zum Verfahren öffentlich kund getan – Zitat:

„Ich gehe davon aus, dass die Regierung beweisen kann, dass Apple wissentlich an Preisabsprachen für E-Books teilgenommen und sie unterstützt hat“, sagte sie.

Bemerkenswert an dieser Angelegenheit ist, dass ein Richter schon vor einem Urteil eine Einschätzung vom zu erwartenden Ergebnis vornimmt. Cote legt aber auch Wert darauf, dass diese Einschätzung noch nicht endgültig sei.

Warum geht die Richterin von einem Urteil gegen Apple aus?
Grund für diese Einschätzung dürfte sein, dass die fünf ebenfalls angeklagten Buchverlage, bereits einer außergerichtlichen Einigung zugestimmt haben und 75 Mio. US-Dollar Strafzahlung leisten müssen. Somit wäre es nur logisch, wenn auch Apple zu dieser Zahlung verdonnert werden würde.

Apple ist sich weiterhin keiner Schuld bewusst. Der Firmen-Anwalt Orin Snyder teilte mit, dass das Unternehmen nicht an Preisabsprachen teilgenommen habe. Apple werde dies auch im Verfahren darlegen und beweisen, dass die Preise für E-Books nicht einheitlicher geworden seien, sondern sich deren Preisunterschiede sogar vergrößert haben. Wir werden die Angelegenheit weiter beobachten.

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