Apple News Österreich Mac Apple Care

Wie die meisten von euch wissen, wurde schon in Italien ein Verfahren gegen das bekannte „Apple Care Programm“ von Apple geführt. So wurde die Garantielaufzeit von nur 1 Jahr kritisiert, weil dies nicht dem europäischen Standard entspreche. Dementsprechend wurde Apple dazu angehalten die Garantieleistung zu verlängern. Nun sind weitere Staaten (10 EU Staaten) nachgezogen und wollen Apple dafür belangen. In der EU ist die gesetzliche Haftung des Herstellers nämlich auf 2 Jahre fixiert – Apple bietet nur 1 Jahr und mit Apple Care 3 Jahre. Genau diesen Fakt will die EU nun ändern und Apple zu einem Umdenken zwingen.

Ob dies Möglich ist, wagen wir zwar zu bezweifeln, aber wir würden uns sehr über eine verlängerte Garantie von Apple freuen. Natürlich würde dies einen deutlichen Kostenanstieg für Apple verursachen. Wie man sieht, sind hier noch einige Frage offen und man kann mit einer Entscheidung seitens Apple oder EU erst in ein paar Monaten rechnen. Was haltet ihr davon? Würdet ihr einer aufgezwungenen Garantieverlängerung von der EU zustimmen?

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5 comments

  • Das kann man auch anders sehen, da Gerichte im Normalfall es ausreichen lassen, dass der Mangel nicht aus offensichtlichem Fehlgebrauch herrührt. Das ist dann eine Frage der Hartnäckigkeit beim Durchsetzen der Ansprüche. Im Übrigen wäre das bei der Garantie nicht anders. Wenn Du nicht nachweisen kannst, dass der Fehler im Produkt begründet ist, dann wird der Garantiegeber sich auch nicht anders verhalten, vielleicht aus Kulanz. Aber das ist dann jeweils keine Frage von gesetzlicher Gewährleistung und von Herstellergarantie ...
    • naja, Garantie decket sämtliche Schäden, die nicht durch Eigen- oder Fremdverschulden entstehen. Einfach ausgedrückt: wenn was von selbst kaputt wird. Gewährleistung deckt nur Schäden, die bereits beim Kauf vorhanden waren. Wenn also zb. nach 8 Monaten Hausnummer der Lautsprecher kaputt wird, ist das von der Garantie gedeckt, von der Gewährleistung nicht, ausser ich kann beweisen, dass der Schaden schon zum Kaufzeitpunkt da war.
      • Darauf bezog sich mein Hinweis. Die Rechtsprechung lässt es - zumindest in Deutschland - gelten, dass der Schaden typischerweise schon angelegt war. Also wenn das Display bspw. nach 1,5 Jahren die "Grätsche" macht und das Gerät keine Spuren eines Sturzes oder eines sonstigen Fehlgebrauchs aufweist, dann geht man davon aus, dass der Schaden im Produkt angelegt war und die Gewährleistung greift. Das kommt der Garantie sehr nahe, vor allem den Bedingungen von Apple.
  • Ich glaube, in dem Artikel geht einiges Durcheinander. Im Kern geht es um etwas ganz anderes. Das europäische Verbraucherschutzrecht gewährt Kunden innerhalb der EU eine zweijährige Gewährleistung. Von Gesetzeswegen. Diese ist ganz unabhängig von der Garantie eines Herstellers. Gewährleistung und Garantie können nebeneinander stehen. Und tun dies auch sehr häufig. AppleCare hat große Überschneidungen zu dem gesetzlichen Gewährleistungsrecht. Deshalb hat es in den ersten zwei Jahren nur einen sehr begrenzten Mehrwert, zum Teil ist es sogar weniger hilfreich. Der Vorwurf an Apple ist, dass sie beim Verkauf von AppleCare nicht ausreichend auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte hinweisen und somit den Kunden glauben lassen, er brauche unbedingt AppleCare, weil er sonst spätestens nach einem Jahr schutzlos sei, wenn die Standardgarantie abläuft. Es geht also nicht um eine Verlängerung der Garantie durch die EU. Das ginge auch gar nicht. Die Garantie ist alleine Sache des Herstellers, ob und wie lange er sie gewährt. Das andere ist die gesetzliche zweijährige Gewährleistung, die kann ein gewerblicher Verkäufer gegenüber Privatkunden bei Neuware grundsätzlich nicht begrenzen.
    • naja, in Wahrheit ist man nach einem Jahr "schutzlos", weil Gewährleistung, wie du richtig sagst, etwas völlig anderes ist und nach einem halben Jahr in den meisten Fällen nichts mehr bringt, da ab diesem Zeitpunkt die Beweislast beim Kunden liegt (er muss beweisen, dass der Mangel schon zum Kaufzeitpunkt da war), eine Garantie dagegen deckt auch Mängel ab, die erst später entstehen