Laut der Telekom-Regulierungsbehörde RTR sind die Schlichtungsfälle in Sachen Mobilfunk deutlich zurückgegangen. Hauptverantwortlich dafür dürfte das verordnete Kostenlimit von 60 Euro bei mobilen Datendiensten sein. Der Geschäftsführer der RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy meint dazu:

„Die Anzahl der im Jahr 2012 bei der RTR-Schlichtungsstelle registrierten Verfahren ging deutlich zurück und sank von 5.470 Verfahren im Jahr 2011 auf 4.370 Verfahren im Jahr 2012“.

Allerdings gibt es auch einen neuen Brennpunkt bei den Beschwerden, nämlich der Bereich der Contentdienste: „Gab es 2011 nur 57 Verfahren zu dieser Thematik, stiegen sie 2012 auf 518 Verfahren an“, rechnete Serentschy vor. Hier werde vor allem mit Gratisspielen und Musikdownloads gelockt. Diese werden meist in der Form eines Abos abgeschlossen. Somit können höhere Abokosten entstehen, wo vor allem Jugendliche betroffen seien, so Serentschy.

Interessant ist auch, dass es deutliche Unterschiede bei den Beschwerdeanteilen der Mobilfunkanbieter kommt. Die „schwarzen Schafe“ sind demnach T-Mobile und „3“, die mit einem erhöhten Beschwerdeaufkommen konfrontiert werden. Demnach kam man bei T-Mobile bei einem Marktanteil von 31 Prozent auf einen Beschwerdeanteil von 37 Prozent, bei „3“ waren es bei einem Marktanteil von 12 Prozent 15 Prozent. Der österreichische Marktführer A1 kam bei einem Markantei von 40 Prozent auf einen Beschwerdeanteil von 42 Prozent und hat damit besser abgeschnitten als die Konkurrenz.

Das interessanteste ist, dass der im Verschwinden begriffene Anbieter Orange, in Relation gesehen, am wenigsten Beschwerden zu verzeichnen hatte.

Wie zufrieden seid ihr mit eurem Mobilfunkanbieter?

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